11.08.2005, 07:45 Uhr

Lenovo hat IBM-Deal verdaut

Lenovo überrascht die Finanzanalysten mit einem erstaunlich guten ersten Quartal. Die nach Stückzahlen drittgrösste PC-Herstellerin hat die Übernahme von IBMs PC-Sparte besser verdaut als erwartet.
Die chinesische Lenovo Group hat die Übernahme von IBMs defizitärem PC-Geschäft besser verdaut als erwartet. Die inzwischen drittgrösste Computerherstellerin nach Stückzahlen meldete für das Ende Juni abgelaufene erste Geschäftsquartal einen Nettogewinn von umgerechnet 45,8 Millionen US-Dollar, das entspricht einem Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um mehr als 200 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Dollar.
Konzernchef Steven Ward erklärte, dass sich der im April erworbene Geschäftsbereich besser entwickle als bei IBM. Lenovo generiere die bei der Übernahme anvisierten Synergieeffekte früher als erwartet, so Ward. Wegen der spärlichen Anhaltspunkte waren nur wenige Finanzexperten im Vorfeld bereit, eine Schätzung zu den Quartalsergebnissen abzugeben. Die meisten prognostizieren, dass IBMs PC-Sparte, die möglicherweise bereits seit drei Jahren defizitär war, Lenovo in die roten Zahlen drängen werde. Stattdessen gelang es dem Computerbauer, selbst die optimistische Einschätzung zu übertreffen.



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