Hyper-converged Storage 30.07.2018, 06:00 Uhr

Cohesity gilt als das nächste grosse Ding

Das kalifornische Start-up Cohesity bringt frischen Wind in die Storage-Szene. Hyperkonvergente Infrastrukur wird neben dem primären Storage auch für Daten auf sekundären Speichersystemen angeboten.
(Quelle: whiteMocca / shutterstock.com)
Das im Juni 2013 gegründete Start-up Cohesity hat mit innovativen Lösungen für hyperkonvergenten Speicher allein letztes Jahr ein Wachstum von über 300 Prozent hingelegt und wird daher von vielen Experten gern als «next big thing» bezeichnet. Laut Crunchbase, der renommierten Datenbank für IT-Unternehmen, hat Cohesity in drei Finanzierungsrunden rund 160 Millionen Dollar an Funding-Geldern eingenommen. In einer vierten Finanzierungsrunde konnte das Start-up jüngst weitere 250 Millionen Dollar eintreiben.

Der Ansatz von Cohesity

Mohlt Aron: Der Gründer von Cohesity brachte Hyper-converged Sorage auf die Tier-2-Ebene.
Cohesity-Gründer Mohit Aron beschrieb in einem Interview mit «StorageNewsletter» im Mai 2017 den Werdegang des Unternehmens so: «Nach drei Jahren als CTO bei Nutanix wollte ich mit hyperkonvergenter Infrastruktur neu anfangen. So etwas gab es damals nur für primären Storage (Tier 1), also für Anwendungen und Daten, die auf Produktivsystemen genutzt werden.» Aber ein Grossteil der Daten, betont Aron, ist auf sekundären Speichersystemen in der Nähe der Produktivsysteme (Tier 2) abgelegt, insbesondere 80 Prozent der noch nicht archivierten Daten, zum Beispiel für Test und Development, Filesharing, Objektspeicher und Analytics. «Hyperkonvergenz war dafür nicht vorgesehen. Das wollte ich mit Cohesity ändern», so Mohit Aron.

Tier 1 vs. Tier 2

Cohesity bietet, wie viele andere Speicherhersteller, hyperkonvergenten Speicher an – allerdings mit der Besonderheit, dass seine Variante sich vor allem für sekundäre Speichersysteme (Tier 2) eignen soll. Der Hintergrund: Während primärer Speicher oder Tier 1 die Daten der Produktivsysteme sichert,
sind die weiteren Speicherebenen (Tiers) immer weiter von der Produktion entfernt – das reicht bis zur Auslagerung der Datenbänder in Keller oder entfernte Örtlichkeiten wie verlassene Bergwerke oder ehemalige Bunker.
Für primäre Daten werden meist schnelle Flash-Speicher und hochwertige Festplatten als Medien verwendet, während man für die nachgelagerten Tiers Platten und Tapes einsetzt, bei denen weniger die Performance als vielmehr die Kapazität (und das geringere Preisniveau) entscheidend ist.


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