Mit NVMe startet Flash richtig durch

Die Rolle von Flash

Die Geschichte der Storage-Technologie schien nach der Einführung von SAN, NAS, Fibre Channel oder Deduplizierung mehr oder weniger zum Abschluss gekommen zu sein. Zumindest hatte es den Anschein, dass da nichts Grosses und Neues mehr kommen würde – nur die Festplatten wurden graduell grösser und die Transportgeschwindigkeiten für die Daten nahmen zu. Die zurückgehenden Umsätze der grossen Hersteller – EMC, HDS, IBM, NetApp – bestätigten die technologische Stagnation. Ein traditioneller Anbieter fortgeschrittener Tape-Systeme wie StorageTek wurde 2005 erst an Sun verkauft und wanderte 2010 von dort zusammen mit den Sun-Servern sogar zum Software-Anbieter Oracle.
Toshiba XG5: NVMe-SSD für den professionellen Einsatz in stationären Systemen und Notebooks.
Quelle: Toshiba
Doch mit der von Start-ups forcierten Entwicklung von Flash-Systemen wendete sich das Blatt. Storage ist in den letzten Jahren zu jener IT-Branche geworden, in der sich am meisten verändert. Flash beziehungsweise SSDs (viele in ein Gehäuse gepackte Flash-Speicher) sind schneller als Festplatten, haben keine sich drehenden Elemente (und sind deshalb leiser), sind aber immer noch teurer. Über ihre Lebensdauer gibt es unterschiedliche Angaben, die von der Art und Weise abhängen, wie die Lese- und Schreibprozesse organisiert sind.
Es gibt auch keinen Mangel an Flash-Anbietern, denn neben den vielen auf Flash spezialisierten Start-ups haben auch einige traditionelle Speicherhersteller wie EMC, IBM und NetApp Flash durch Zukäufe in ihr Portfolio integriert. Neben der Performance bietet Flash in der Regel auch noch Vorteile bei der Koordination der Speicherkomponenten und damit des Zugangs zu den Daten.
Die Architekturen von Flash-Systemen reichen vom einfachen Ersatz traditioneller Plattensysteme ohne grosse Änderungen der Architektur über hybride Arrays mit einer Kombination aus Flash und traditionellen Festplatten (Ausbalancierung von Performance, Kapazität und Preis) bis hin zu All-Flash-Arrays (AFA), die wie erwähnt vor allem bei Tier 0 und 1 für Anwendungen mit besonderen Leistungsanforderungen eingesetzt werden.
Auf der Minus-Seite von Flash stehen neben qualitativen Beschränkungen bei preisgünstigeren Produkten vor allem Geschwindigkeitseinbussen, wenn Anbindung und Datenverkehr über klassische SCSI-Verbindungen laufen. Während SCSI in vielen Umgebungen sehr gut funktioniert, verlangen die Eigenschaften von Flash nach einigen Fähigkeiten, für die SCSI nicht entwickelt wurde.


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