#madebygoogle 2019 16.10.2019, 13:13 Uhr

Diese Hardware hat Google lanciert

Google hat in New York seine neue Hardware vorgestellt. Was davon kommt in die Schweiz?
(Quelle: Google )
Gestern Dienstag hat Google auf seinem Event in New York neue Produkte präsentiert. Davor waren diverse Gerüchte und Leaks kursiert. Wir haben die neuen Geräte zusammengestellt und wissen, ob und ab wann sie hierzulande verfügbar sind.
Zwei Jahre nach dem Google Home Mini kommt die überarbeitete zweite Generation in Form des Nest Mini. Nest Mini ist laut Google intelligenter und schneller als der ursprüngliche Home Mini. Google verpasste ihm einen Chip für maschinelles Lernen mit bis zu einem Tera-OPS-Prozessorleistung. Dies, um künftig Funktionen von Google Assistant direkt auf dem Gerät anstatt auf Googles Servern ausführen lassen können.
Der Nest Mini in Weiss
Quelle: Google
Mit einem Upgrade der Hard- und Software will Google den Sound von Nest Mini weiter verbessern, was man laut einer Mitteilung am Bass bemerke: Dieser ist laut Google doppelt so kräftig wie im ursprünglichen Google Home Mini (gemessen bei 60 bis 100 Hz bei maximaler Lautstärke). Die Tuning-Software ist eine Eigenentwicklung.
Nebst Musik, Podcasts und anderen Medien, die mit dem Nest Mini zu hören sind, gehen LEDs an, wenn sich eine Hand dem Gerät nähert. Dies, um anzuzeigen, an welcher Stelle die Lautstärke einstellbar ist. Den Nest Mini kann man mit anderen Nest-Lautsprechern verbinden, um so daheim ein Soundsystem einzurichten.
Unabhängig davon, ob jemand Google Assistant verwendet, Podcasts oder News hört: Neu ist die Lautstärke dynamisch auf Hintergrundgeräusche anpassbar. Falls der Geschirrspüler im Hintergrund läuft und man den Assistenten etwas fragt, soll laut Hersteller die Antwort lauter sein.
Der Stoffbezug des Nest Mini besteht übrigens zu 100 Prozent aus genutzten und recycelten Plastikflaschen.
Preis und Verfügbarkeit
Nest Mini ist ab sofort für Fr. 69.– im Google Store vorbestellbar. Ab dem 22. Oktober wird das Gerät – wie die komplette Nest-Serie – dann auch bei Digitec, Fust, Brack und Manor erhältlich sein.

Nest Hub

Das 7-Zoll-Display des Nest Hub soll sich optimal für digitale Fotos eigenen, die man laut Google auch noch vom anderen Raumende auf dem Nest Hub anschauen könne. Das Design kommt schlichter daher, mit abgerundeten Ecken und in den beiden Farben Kreide und Carbon. Ein Ambient-EQ-Lichtsensor auf der Oberseite passt die Helligkeit und Lichtfarbe automatisch an die Umgebungsbeleuchtung an. Für eine angenehme Nachtruhe ist der Bildschirm dimmbar.
Das neuste Mitglied der Google-Nest-Familie: Nest Hub
Quelle: Google
Mit Nest Hub ist es möglich, Hunderte von kompatiblen Smart-Home-Geräten zu steuern. Damit dimmt man Lichter mit Philips Hue, kann die Temperaturen in allen Räumen mithilfe von Homematic-Thermostaten einstellen oder nutzt die Nest-Cam-IQ-Kamera oder Nest Hello, um zu sehen, wer vor der Haustür steht.

Ausserdem kann Nest Hub als Küchenhilfe (Rezeptsammlungen durchsuchen, Timer einstellen, Mengenangaben umrechnen etc.) genutzt werden. Des Weiteren spielt er natürlich Musik ab (mit YouTube Music). Der Breitband-Lautsprecher lässt sich beliebig mit Google-Home-Geräten oder Lautsprechern mit integrierter Chromecast-Technologie kombinieren. Zudem funktionieren Musikdienste wie Spotify, Deezer und TuneIn.
Preis und Verfügbarkeit
Ab sofort ist der Nest Hub im Google Store für Fr. 139.– (UVP) vorbestellbar. Ab dem 22. Oktober ist das Gerät dann auch bei Digitec, Fust, Brack oder Manor erhältlich.

Pixel 4 mit Doppelkamera

Google hat die vierte Generation seiner Pixel-Smartphones vorgestellt. Der Internet-Konzern setzt bei seinem Flaggschiff-Smartphone erstmals auf eine Doppelkamera, nachdem die Vorgängermodelle stets nur mit einer Hauptkamera ausgekommen waren. Zu den Innovationen, die Google auf einem Event in New York präsentierte, gehört auch eine Gestensteuerung, für die ein Radarsensor verwendet wird.
Gemäss «TechCrunch» kommt das Pixel 4 mit einem 2800-mAh-Akku. Ausserdem lanciert Google das Pixel 4 XL mit 6,3-Zoll-Display und einem 3700-mAh-Akku. Beide werden von einem Snapdragon 855-Chip mit 6 GB RAM angetrieben.
Bei der digitalen Optimierung der Bilder setzt Google mit seinem neuen Modell nicht mehr vor allem auf die Cloud, sondern hat dafür das Smartphone mit einem eigenen Chip ausgestattet, dem Pixel Neural Core. Der Mikroprozessor soll auch Sprachaufzeichnungen in Echtzeit in geschriebenen Text umwandeln können. Diese Funktion ist allerdings bislang nur für die englische Sprache verfügbar.
Preis und Verfügbarkeit
Pixel-4-Geräte werden, wie andere Pixel-Phones auch, in der Schweiz nicht verfügbar sein. Laut «TechCrunch» soll das Pixel 4 ab 799 US-Dollar verfügbar sein. Lesen Sie auch den Kommentar von Daniel Bader dazu, der heute Mittwoch am Schweiz-Event von Google war.

Pixelbook Go und Pixel Buds

Auch einen Chrome-OS-Laptop der gehobenen Klasse hat Google vorgestellt: das Pixelbook Go. Laut TechCrunch verfügt es über ein 13,3-Zoll-Display, kommt mit bis zu 16 GB RAM und bietet 256 GB Speicherplatz. Der Hersteller verspricht bis zu 12 Stunden Akkulaufzeit.

Preis und Verfügbarkeit

Das Pixel Book Pro soll 649 US-Dollar kosten. Es wird in der Schweiz leider nicht verfügbar sein.

Pixel Buds

Wie bereits spekuliert wurde, hat Google einen neuen Versuch mit Kopfhörern gewagt. Die direkte Konkurrenz ist bereits auf dem Markt vertreten, insofern konnte es sich Google, als Schöpfer des mittlerweile allgegenwärtigen Google Assistenten, kaum leisten, keine Kopfhörer vorzustellen. Erwartungsgemäss kommen sie kabellos.
Preis und Verfügbarkeit
Auch die Pixel Buds werden es wohl nicht in die Schweiz schaffen. Laut «TechCrunch» sollen sie 179 US-Dollar kosten.

Kommentar: Nicht nachvollziehbar

Wer auf den Schweiz-Start der neuen Pixel-4-Smartphones gehofft hat, wird von Google enttäuscht. Ein Armutszeugnis.
Daniel Bader, Stv. Chefredaktor, Leiter Ressort Hardware, PCtipp
Quelle: NMGZ
Wieder mal bleibt die Schweiz beim spannendsten Produkt, das Google auf seiner gestrigen Keynote vorstellte, der Pixel-4-Smartphones-Serie, aussen vor. Google wird die brandneuen Handys nämlich nicht offiziell in die Schweiz bringen. Das ist umso unverständlicher, da Google in Europa, ganz konkret hier in Zürich, sein europäisches Hauptquarter aufgeschlagen hat und hier mittlerweile über 4000 Mitarbeitende beschäftigt. Zumal die Schweiz eben als durchaus Smartphone-begeistertes Land gilt, und sehr offen für neue Technologien, wie sie die neuen Pixel-Handys bieten, ist.

Der Kommentar von Ivan Pintar, GTM Lead EMEA für Google Schweiz: «Wir freuen uns über das positive Feedback über Pixel 4. Wir arbeiten am Launch der Pixel-4-Reihe auch in der Schweiz. Das ist aber komplex – gerade an den verschiedenen Standorten, so eben auch in der Schweiz. Die Schweiz bleibt aber weiterhin wichtig für uns. Wir versuchen alle Produkte in möglichst vielen Ländern zur Verfügung zu stellen.»

Eine mehr als enttäuschende Aussage. Damit bleibt den Fans der neuen Pixel-Reihe einmal mehr nur als Alternative, sich eines der neuen Handys auf Umwegen über Deutschland zu besorgen, oder auf den Grauimport von Händlern wie Digitec, Brack, Microspot & Co. zu hoffen.

Immerhin: Einen Schweiz-Start gibt es mit den beiden smarten Lautsprecher-Geräten, konkret dem Nest Hub und Mini. Bei der neu aufgelegten Serie Nest handelt es sich um die Nachfolger der Google-Home-Lautsprecher. Unter Berücksichtigung des Pixel-Fehlens dürfte das allerdings ein recht schwacher Trost sein.


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