Die Evolution der Speichermedien

Forschungen jenseits von HDD und SSD

Die etwa 50-Cent-Münzen grossen Scheiben sollen eine Speicherkapazität von 360 TByte besitzen.
Quelle: Backblaze
Wie das bei Technologien häufig der Fall ist, arbeiten verschiedene Forscher beziehungsweise Unternehmen bereits an völlig neuen Methoden, die nur noch wenig mit der aktuellen gemein haben. So will zum Beispiel ein Forscherteam der Harvard University eine Möglichkeit entwickeln, die sie Genom-Editing nennen. Dabei sollen Videos in lebenden Bakterien kodiert werden.
Die Wissenschaftler des Optoelectronics Research Center (ORC) der University of Southampthon hingegen bleiben immerhin bei nicht lebenden Materialien. Sie haben eine Methode entwickelt, fünfdimensionale (5D) digitale Daten auf sogenannten Arch Mission Quartz Crystall Disks zu speichern. Diese Scheiben, etwa von der Grösse eines Einfränklers, sollen bis zu 360 TB Daten speichern können und eine theoretische Lebensdauer von 14 Milliarden Jahren haben. Geschrieben werden die Daten hierbei mithilfe einer Laser-Nanostrukturierung in Quarzglas.
Bis diese und ähnliche Entwicklungen aber tatsächlich zum Einsatz kommen beziehungsweise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, vergehen vermutlich noch einige Jahre. So lange setzen Betreiber von Rechenzentren wie Backblaze auf eine Kombination aus HDDs und SSDs. Die aktuell noch recht hohen Kosten verhindern es, dass ausschliesslich SSDs verwendet werden. Derzeit kommen die Flash-Speicher vor allem für Caching und Restoring zum Einsatz.


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