Welche Computermaus ist die richtige?

Ergonomie

Natürlich gibt es auch Vorlieben, aber eine ganz gewichtige Rolle spielt die Ergonomie. Denn während der eine mit der klassischen Maus wunderbar zurechtkommt, klagt ein anderer vielleicht über einen sogenannten Mausarm, bedingt durch die einseitige Belastung.
«Je nach Eingabegerät entstehen jeweils unterschiedliche Belastungen für das Hand-Arm-System», erklärt Sascha Wischniewski von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Beim Nutzen einer Vertikalmaus sei die Handgelenksstellung etwa anders als bei einer konventionellen Maus. Ratsam sei grundsätzlich eine regelmässige Änderung der Belastung, zum Beispiel durch einen Handwechsel. Auch das Vermeiden von sich stark wiederholenden Bewegungen sei zum Vorbeugen von Beschwerden wichtig.
Und: Die Maus muss zum Nutzer passen. Laut BAuA-Leitfaden sollte sie ergonomisch geformt sein, also unter anderem an die Handgrösse des Nutzers angepasst und ohne grösseren Kraftaufwand bedienbar sein. Ausserdem sollte sie so auf dem Schreibtisch positioniert sein, dass der Unterarm des Nutzers aufgestützt werden kann. Wenn möglich, sollten Nutzer gelegentlich auf die Maus verzichten und stattdessen Tastenkürzel nutzen. Denn kleine Mauspausen entlasten.
Wer trotzdem unter Belastungsbeschwerden leidet, sollte sich an die Fachkraft für Arbeitssicherheit im Betrieb oder den Betriebsarzt werden, erklärt Wischniewski: «Er kann für Beschäftigte auf individueller Basis und mit direktem Aufgabenbezug den Einsatz alternativer Arbeitsmittel prüfen.»
Eine einfach Auflage kann schon Wunder wirken und das mausgeplagte Handgelenk entlasten.
(Quelle: Alexander Heinl/dpa)
Wer auch oder insbesondere privat Mausarm-Probleme hat, testet am besten verschiedene Alternativen - beginnend mit einer Handgelenkauflage, rät Gieselmann. Bringt das dem Gelenk nicht die erhoffte Entlastung, kann man eine Trackballmaus, mit der man den Mauszeiger mit den Fingern über eine bewegliche Kugel steuert, oder auch eine Vertikalmaus ausprobieren.
Preis
Eine gute Maus kostet nicht die Welt
Eine gute konventionelle Maus muss nicht teuer sein, sagt Andreas Hentschel vom Computermagazin «Chip». «Für zwischen 10 und 20 Euro bekommt eine gut funktionierendes Modell, ab 40 Euro ist man schon in der Spitzenklasse.»

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