«Oracles Cloud startet mit Enterprise Workloads»

Oracle im Vergleich mit AWS, Microsoft

Computerworld: Wie sind die neuen Schweizer Rechenzentren in das globale Oracle-Netzwerk eingebunden? Können Kunden zum Beispiel auf Knopfdruck zusätzliche Ressourcen hinzubuchen, wenn sie benötigt werden?
Houska: Selbstverständlich. Solche Szenarien sind auch in der Oracle-Cloud möglich. Wir fokussieren allerdings mehr auf Oracle-Workloads, insbesondere Datenbanken, künstliche Intelligenz und High Performance Computing. Die Kunden kommen heute auf uns zu mit der Fragestellung, ob sich ihre Individualentwicklungen auf der Grundlage von Oracle-Datenbanken auch in der Cloud betreiben lassen. Neu erlauben wir diesen Schritt auch den Unternehmen aus regulieren Industrien.
Hier haben wir eine andere Ausgangslage als die übrigen Cloud Provider: Wir starten bei Enterprise Workloads auf der Applikationsebene, die Wettbewerber sind vielfach von Consumer Workloads ausgegangen – mit Merkmalen wie hohen Netzwerk-Kapazitäten, grossen Volumen und der globalen Präsenz.
Robert Houska sieht Oracle im Enterprise-Geschäft gut aufgestellt gegenüber dem Wettbewerb
Quelle: Oracle
Computerworld: Wie läuft eine Migration in die Oracle-Cloud für einen Kunden ab?
Houska: Die Unterschiede zwischen On-Premises und Cloud sind auf den ersten Blick nicht so riesig. Sowohl im Rechenzentrum der Kunden als auch in unseren Cloud-Rechenzentren laufen herkömmliche Server. Mit Compute-Einheiten, Netzwerk und Storage. So gibt es schon heute mehrere Möglichkeiten, die lokal installierten Lösungen in die Cloud auszulagern: Anwender mit der E-Business Suite können auf Fusion Applications umsteigen, solche mit der Oracle Database können auf die Autonomous Database migrieren. Genau so gelingt der Wechsel bei Applikationen, die auf Oracle Database aufsetzen.
Computerworld: Wollen Kunden tatsächlich schon auf eine autonome Datenbank und KI setzen? Ist es nicht dafür noch zu früh?
Houska: Kunden wollen die neuen Technologien nutzen, auch wenn sie allenfalls nicht sofort zum Einsatz kommen. Denn jeder IT-Entscheider wird doch ausschliesslich diejenigen Lieferanten wählen, die ihm eine Perspektive für zukünftige Entwicklungen präsentieren können. Alle anderen Anbieter werden schnell aussortiert.
Natürlich wird er die Basics aber nicht aus den Augen verlieren: So muss eine Cloud sicher, verlässlich und performant sein. Diese Merkmale erfüllen jedoch zunehmend alle Anbieter. Wer dann noch eine Roadmap für künftige Entwicklungen hat, erhöht die Wahrscheinlichkeit des Zuschlags.


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