VMware setzt voll auf Container

Cloud mit Dell, Security mit Carbon Black

Neben den vielen Detailankündigungen rund um Kubernetes gab es auch wichtige Meldungen im Bereich Cloud Computing. Hierzu gehörten vor allem neue Kooperationen und die sofortige Verfügbarkeit von der im März angekündigten «VMware Cloud on Dell EMC» in den USA. Hierbei handelt es sich um leistungsstarke Rechen-, Speicher- und Netzwerk-Software von VMware, die auf VMware vSphere, vSAN und NSX basiert und eng mit Dells hyperkonvergenter Infrastruktur VxRail verknüpft ist. Das alles wird als Service bereitgestellt und verbrauchsabhängig abgerechnet. Ein ähnliches Angebot hat HPE mit «Greenlake» im Juni auf den Markt gebracht – und auch hierzu gab Gelsinger jetzt eine entsprechende Kooperation bekannt.
Die enge Kooperation mit Dell zahlt sich offenbar schon aus für VMware. Mit Blick auf das Umsatzplus von zwölf Prozent im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres führte Gelsinger aus: «Die enge Anbindung an Dell hilft uns sehr, damit uns steht ein immenser weltweiter Vertriebsapparat zur Verfügung, den wir niemals hätten aufbauen können.»
Pat Gelsinger von VMware hat den Security-Spezialisten Carbon Black übernommen
Quelle: Harald Weiss
Weiteres Wachstum erwartet der Konzern von neuen Kooperationen mit AWS. «VMware Cloud on AWS» ist ein gemeinsames Projekt, bei dem die AWS-Services aus einer VMware-Umgebung schneller und einfacher aufgerufen werden können. Damit soll der Wechsel auf die AWS-Cloud einfacherer und sicherer möglich sein, da weniger Umstellungsaufwand erforderlich ist. «Mit VMware Cloud on AWS lässt sich eine Migration wie auf Knopfdruck durchführen», sagte Mark Lohmeier, General Manager des Cloud-Geschäftes bei VMware. Das heisst aber nicht, dass VMware nur mit AWS zusammenarbeitet. Auch mit Azure, der Google Cloud Plattform und mit IBM bestehen weitreichende Kooperationen. Laut VMware gibt es weltweit 10'000 Public-Cloud-Rechenzentren, in denen ihre Software verfügbar ist.

Wachstumsmarkt Security

Eine weitere Ankündigung betraf den Einstieg von VMware in das Security-Geschäft. Das geht auf die Akquisition des Security-Spezialisten Carbon Black zurück. «IT-Security ist ein Chaos, es gibt tausende an Anbieter, keiner hat den Überblick und jeder Sicherheitsverantwortliche ist mit dieser Situation überfordert», sagte VMware-COO Sanjay Poonen. Geplant sei jetzt der Aufbau einer einheitlichen, sicheren Infrastruktur. «Mit NSX sind wir bereits ein bedeutender Sicherheitsanbieter und darauf lässt sich viel aufbauen», sagte Gelsinger über die weiteren Pläne.
Doch vieles von dem, was in den Keynotes und Pressekonferenzen gesagt wurde, war kaum neu. Manches erinnerte an die misslungene Akquisition von Veritas durch Symantec, an die ebenfalls gescheiterte Akquisition von McAfee durch Intel und die Akquisition von ISS durch IBM. Alle hatten praktisch die gleichen Pläne – aber noch immer ist die Situation exakt so, wie Poonen sie beschreibt.


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