27.08.2004, 00:00 Uhr

Datenzentren gegen Pinguine schützen

Natürlich muss auch Microsoft an ihre Kunden denken, besonders wenn es weniger werden. Aber aktiv werden die Redmonder immer erst, wenn es wirklich nicht mehr anders geht. Wenn also IBM in Datenzentren immer öfter das Pinguin-Betriebssystem auf die Grossrechner bringt, und sich die Quelloffenen langsam durchzusetzen beginnen, dann wacht die Gates-Firma plötzlich auf.
Im Werbekrieg gegen Linux hat Microsoft soeben den Kürzeren gezogen. Die Kampagne lief mit dem Slogan "Weighing the Costs of Linux vs. Windows? Let's review the facts". Die englische Advertising Standards Association (ASA) verbot die weitere Anwendung und forderte Microsoft auf, die Werbung "sofort zu ändern", die Verbraucher würden für dumm verkauft.
Aber der Pinguin scheint Microsoft auch an anderen Orten mächtig auf den Füssen zu stehen. So soll nun etwa Big Blue, wenn es nach Microsoft geht, die Anwender, die auf Mainframe-Server setzen, von Mission Critical Microsoft
überzeugen. Dafür baut Microsoft jetzt den Support für Datenzentren aus. Auf diese Weise wollen die Redmonder User von den Mainframe-Systemen wie z/OS zum Wechsel auf Windows Server Datacenter Edition 2003
bewegen. Mission Critical verspricht an das derzeitige Datacenter High Availability Programm
anzuknüpfen. Zudem werden auch neue Anwendungen fürs High-End-Computing versprochen wie Enterprise Ressource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM) oder Messaging-Funktionen.


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