Rein in die Cloud – raus aus der Cloud

Flexibilität dank Containern

Raus aus der öffentlichen Cloud: Ein beträchtlicher Teil der Unternehmen weltweit hat bereits Workloads aus Public Clouds zurückgeholt.
Quelle: IDC, "Cloud and AI Adoption Survey", 2018 (n = 400)
Dennoch lassen sich nicht alle Daten und Anwendungen gleichermassen zwischen Private und Public Clouds bewegen, so Hermann Gouverneur, Chief Technology Officer beim IT-Dienstleister Atos Deutschland: «Workloads, die für eine Portabilität nicht infrage kommen, zeichnen sich durch vorhersehbare und kurze Lebenszyklen und eigenständige Architekturen aus.» Er plädiert daher für den Einsatz von Container-Technologien wie Docker und Kubernetes: «Sie bilden das Herz der Portabilität in Cloud-Umgebungen. Container stellen eine Kapselungsschicht dar, die auf traditionellen Umgebungen, physisch wie virtuell, den zusätzlichen Aufwand für die Zielumgebung gering hält.» Ein weiterer Vorteil ist, dass Unternehmen mit Hilfe von Containern für ihre Work­loads eine saubere Trennung zwischen Dev und Ops (Development/Entwicklung und Operations/IT-Betrieb) durchführen können.
Auch Markus Hahn von Logicalis sieht in Containern eine Option, um Workloads zwischen Public- und Private-Cloud-Diensten zu migrieren: «Container sind in der Regel zustandslos, also ‚stateless‘, und damit vollständig unabhängig von den darunterliegenden Systemen oder der Infrastruktur. Sie lassen sich dadurch gut portieren und skalieren.» Logicalis hat beispielsweise für ein internes Entwicklungsprojekt eine CI/CD-Pipeline (Continuous Integration/Continuous Delivery) aufgesetzt, bei der eine Phase mit Hilfe einer Container-Plattform in der Cloud umgesetzt wurde. Für Tests, die Qualitätssicherung und die Produktion wird die Lösung auf eine Container-Infrastruktur im hauseigenen Rechenzentrum übertragen. «Das ist mit den heute verfügbaren Tools relativ einfach», erklärt Hahn.


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