Database as a Service 17.02.2020, 05:51 Uhr

Datenbanken in der Cloud – flexibler und sicherer

Datenbanken sind sowohl in Public Clouds als auch in Hybrid-Cloud-Umgebungen gut aufgehoben. «Datenbanken as a Service» ist hierbei das Stichwort.
(Quelle: Istel / shutterstock.com )
Alles wandert in die Cloud. Und auch für Nutzer von Datenbanken führt häufig kein Weg mehr daran vorbei: «Nach unseren Analysen verlagern Unternehmen immer mehr IT-Ressourcen in die Cloud. Diese Entwicklung wird sich weiter beschleunigen», so etwa Donald Feinberg, Vice President und Distinguished Analyst in der ITL Data and Analytics Group des Marktforschungsunternehmens Gartner.
Den Anfang machen Feinberg zufolge Datenmanagement-Lösungen, die Unternehmen für Analysezwecke einsetzen (DMSA, Data Management Solutions for Analytics). Dazu gehören unter anderen Data Lakes und Data Warehouses. «Doch auch operationelle Systeme wie Datenbanken wandern in die Cloud. Das erfolgt vor allem zusammen mit einer Umstellung auf Software-as-a-Service-Modelle.»
Gartner zufolge wuchs der weltweite Umsatz mit Datenbank-Managementlösungen (DBMS) im vergangenen Jahr um mehr als 18 Prozent auf 46 Milliarden Dollar. Mehr als zwei Drittel dieses Zuwachses entfielen auf Cloud-Datenbanken. 2022 laufen nach Einschätzung der Marktforschungsfirma drei Viertel aller Datenbanken in der Cloud. Nur 5 Prozent davon werden wieder in eigene Rechenzentren oder eine Private Cloud zurückverlagert.
“Operationelle Systeme wie Datenbanken wandern in die Cloud. Das erfolgt (…) mit einer Umstellung auf Software-as-a-Service-Modelle.„
Donald Feinberg, Vice President und Distinguished Analyst in der ITL Data and Analytics Group von Gartner

Hybrid-Ansätze dominieren

Zu einem vergleichbaren Ergebnis, allerdings nuancierter, kommt die Untersuchung «2019 IOUG Databases in the Cloud», die das amerikanische Beratungshaus Unisphere Research im Auftrag der Independent Oracle Users Group (IOUG) erstellte. So will zwar rund die Hälfte der Unternehmen bei neuen Datenbanken-Projekten auf Cloud-Service-Provider zurückgreifen. Doch rund zwei Drittel der Befragten favorisieren zumindest in den kommenden ein bis zwei Jahren einen Hybrid-Ansatz: Sie implementieren einen Teil der Datenbanken auf Systemen im hauseigenen Data-Center, einen anderen Teil der DBMS-Funktionen nutzen sie as a Service. 
Der Trend ist jedoch eindeutig: 2019 bevorzugten mehr als 60 Prozent der Unternehmen noch das eigene Rechenzentrum, wenn eine Datenbank implementiert werden musste. Im Jahr 2022 wollen dies nur noch 26 Prozent tun. Die Zahl der Verfechter einer Cloud-only-Lösung hält sich dabei in Grenzen: 16 Prozent der Firmen wollen 2022 diesen Ansatz wählen. Auch das heisst: Die Hybrid-Cloud gewinnt bei DBMS-Lösungen an Bedeutung.
Doch was genau ist Database as a Service überhaupt? Vereinfacht gesagt eine Datenbank-Software, die Service-Provider über eine Public Cloud als Managed Service bereitstellen. Die erforderliche Hard- und Software stellt der Anbieter. Er ist auch für Aufgaben wie das Einspielen von Updates und Patches zuständig. Zudem garantiert er den Nutzern im Rahmen von Service Level Agreements eine bestimmte Verfügbarkeit und Performance der Datenbanken.


Das könnte Sie auch interessieren