VPN mit Tor-Anbindung 19.01.2018, 16:05 Uhr

ProtonVPN ist jetzt für Android verfügbar

Der Schweizer Krypto-Experte Proton Technologies weitet seinen Dienst ProtonVPN nun auch auf Android aus. Der Service verspricht hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards.
(Quelle: garagestock / shutterstock.com)
Der Schweizer Verschlüsselungs-Spezialist Proton Technologies veröffentlicht seinen VPN-Dienst jetzt auch für Android. Nutzer des Services können ihren Datenverkehr über besonders gesicherte Server umleiten, um diese zusätzlich vor einem Fremdzugriff zu schützen. Die App bietet bereits einige nützliche Verschlüsselungs- und Anonymisierungs-Möglichkeiten. Will der Nutzer weitere Sicherheits-Features, stehen auch kostenpflichtige Pakete zur Verfügung.
Auf Wunsch, kann der Datentraffic über besonders geschützte Server umgeleitet werden.
(Quelle: Google Play Store)
Proton ist bekannt dafür, seinen Nutzern bei all seinen Diensten besonders hohe Sicherheit und Datenschutz bieten zu wollen. Gestartet hat das Unternehmen mit dem abgesicherten Mailing-Service ProtonMail. Seinen VPN-Dienst stellt Proton seit Mitte vergangenen Jahres zur Verfügung.
Nun veröffentlicht der Anbieter eine kostenlose Android-App für seinen Dienst. Diese ist ab sofort im Google Play Store zu beziehen. Auf eine Finanzierung durch Werbung wird verzichtet. Vielmehr soll der Dienst allein von den kostenpflichtigen Tarifen mitgetragen werden. Proton schreibt zudem in einem Blogeintrag, dass die Daten unter keinen Umständen an Drittanbieter weitergegeben werden, wie es manche Anbieter anderer VPN-Apps heimlich tun.
Für eine sichere Verbindung setzt Proton auf das IKEv2-Protokoll. Dieses sichere auch unter schwierigen Mobilfunkbedingungen eine solide Datenverbindung. Damit sind etwa das Umschalten zwischen LTE und WiFi, allgemein schlechter Empfang oder der Wechsel zwischen Mobilfunkmasten gemeint.

Unterstützung von Secure Core und Tor

Im Vergleich zum Gratis-Dienst sind die kostenpflichtigen Tarife mit zusätzlichen Features ausgestattet. So können dort je nach Tarife mehrere Geräte parallel den VPN nutzen, während der Gratis-Dienst nur ein Gerät unterstützt. Auch die Auswahl der Serverstandorte ist bei den bezahlten Tarifen breiter, zudem kommen leistungsfähigere Verbindungen zum Einsatz.
Wer auf besondere Sicherheits-Features wie etwa das sogenannten Secure-Core-Netzwerk Wert legt, muss mindestens die «Plus»-Version für 8 Franken im Monat beziehen. Bei Secure Core handelt es sich um ein Netz aus Servern, die in speziell abgesicherten Rechenzentren untergebracht sind. Diese wiederum befinden sich nur in Ländern mit sehr starken Datenschutzbestimmungen (Schweiz, Island und Schweden). Allerdings wird der Datenverkehr des Nutzers nicht automatisch über die Secure-Core-Server geleitet. Dies geschieht nur auf ausdrücklichen Wunsch.
Ähnlich verhält es sich mit der Unterstützung des Tor-Netzwerks. Auch diese ist erst ab «Plus» gegeben. Mit diesem Feature ist es möglich, den Datenverkehr über das anonyme Tor-Netz umzuleiten.


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