Studie
12.03.2024, 09:24 Uhr

Bedeutung von Emojis für Ältere oft schwierig

Das Icon für Überraschung beispielsweise ist für Grossteil der Senioren nicht sehr leicht zu verstehen.
(Quelle: emojiisland.com)
Ältere Erwachsene kennen die Bedeutung von Emojis zwar, sind im Umgang damit vor allem gegenüber Jüngeren aber unsicher, wie eine Studie der University of Ottawa zeigt. Laut der leitenden Wissenschaftlerin Isabelle Boutet verwenden ältere Menschen Emojis weniger wahrscheinlich, nutzen weniger Emojis und sind sich ihrer Fähigkeit der richtigen Interpretation weniger sicher. Diese und frühere Studien legen nahe, dass eine verringerte Genauigkeit bei der Interpretation von Emojis diese altersbedingten Auswirkungen nicht vorantreibt. Details sind in "Computers in Human Behavior Reports" publiziert.

Studie mit über 60-Jährigen

Die erste umfangreiche Untersuchung in diesem Bereich hat die Nutzung von Emojis in Hinblick auf die Häufigkeit, Unterschiedlichkeit sowie die Ungezwungenheit bei der Interpretation und die Genauigkeit der Interpretation untersucht. An der Studie haben auch Erwachsene über 60 Jahren teilgenommen. Die Forscher wollten verstehen, wie sich das Alter auf die Nutzung von Emojis auswirkt. Das Emoji für Überraschung zum Beispeil, also dieses kleine gelbe sprachlos dreinschauende Gesicht mit weit offenen Augen und hochgezogenen Augenbrauen, ist für ältere Erwachsene am schwierigsten zu interpretieren. Darauf folgt gleich das Emoji für Glücklichsein.
Boutet zufolge sollten Ältere bei der Nutzung von Emojis unterstützt werden. Sie hätten eine kommunikative Funktion und die Fähigkeit, Interaktionen zwischen den Generationen zu erleichtern. Sie können, laut der Forscherin, aber auch die Einsamkeit verringern und den Usern jeden Alters dabei helfen, ihre sozialen und emotionalen Ziele zu erreichen. "Software-Entwickler könnten sich überlegen, bestehende Emoji-Menüs zu verändern, um ihre Nutzung generationenübergreifend zu ermöglichen. Eine Möglichkeit wäre die Erstellung von unmissverständlichen Emojis, die auch von älteren Menschen leichter zu entschlüsseln sind. Zusätzlich wären auch entsprechendes Schulungsangebot denkbar." (pressetext.com)


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