Entscheid des Grossen Rats 23.10.2018, 06:47 Uhr

Graubünden nun doch für Informatikmittelschulen

Der Grosse Rat des Kantons Graubünden hat nun doch gründes Licht für die Einrichtung von Informatikmittelschulen gegeben. Damit wird ein Entscheid des Parlaments von 2014 umgestossen.
Der Grosse Rat Graubündens will Informatikmittelschulen einführen
(Quelle: pd)
In Graubünden wird es in Zukunft nun doch Informatikmittelschulen geben können. Das Kantonsparlament revidierte am Montag seinen völlig überraschenden, ablehnenden Entscheid aus dem Jahr 2014.
Der Entscheid zu Gunsten der Informatikmittelschulen fiel im Rahmen der Totalrevision des Mittelschulgesetzes nach langer und engagierter Debatte mit 70 zu 47 Stimmen. Der Grosse Rat schuf damit die gesetzliche Grundlage, damit Privatschulen in Graubünden eine anerkannte Informatikmittelschule überhaupt führen können.
Für die Informatikmittelschulen setzten sich die CVP- und die SP-Fraktion geschlossen ein. Die Parteien argumentierten primär mit dem Fachkräftemangel in der Bündner IT-Branche. Zudem sollen Jugendliche eine Alternative zur Berufslehre als Informatiker erhalten.
Gegen den neuen Mittelschultypus kämpften erfolglos die SVP und die grosse Mehrheit der FDP. Sie monierten vergeblich, die Ausbildungsqualität an Informatikmittelschulen wäre tiefer als in der Berufslehre. Zudem sehen sie in den Informatikmittelschulen eine unnötige Konkurrenz zur Informatiklehre.



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