Neuste Security-Trends in Nürnberg
08.10.2018, 06:30 Uhr

Das erwartet Sie auf der it-sa 2018

Vom 9. bis 11. Oktober findet in Nürnberg die Sicherheits-Fachmesse it-sa statt. Als Keynote-Sprecherin konnte dieses Jahr Paula Januszkiewicz gewonnen werden. Ausserdem erwarten die Besucher über 700 nationale sowie internationale Aussteller.
(Quelle: NürnbergerMesse )
Unter dem Motto „Home of IT-Security“ dreht sich auch in diesem Jahr auf der Fachmesse it-sa in Nürnberg alles um die Sicherheit in Unternehmen.
Mehr Vorfälle in interner IT als in der Public Cloud: Unternehmen hatten in den vergangenen zwölf Monaten im Hinblick auf die Datensicherheit mehr Vorfälle in ihren eigenen unternehmensinternen Systemen als mit Public-Cloud-Lösungen.
Quelle: KPMG / Bitkkom Research
Die seit 2009 stattfindende Fachmesse, die sich laut Veranstalter als grösstes Event für IT-Security in Europa etabliert hat, versteht sich als Plattform für branchenspezifische IT-Security-Lösungen und Netzwerk von Experten für Experten. Der Fokus der Messe soll diesmal unter anderem stärker auf konkrete Anwendungsszenarien gerichtet sein – von Industrie 4.0 über Fintechs, kritische Infrastrukturen und öffentliche Verwaltung bis hin zum Gesundheitswesen.
Dass das Thema Unternehmenssicherheit aktueller den je ist, zeigt der Wachstumskurs der it-sa: Die Messe Nürnberg erwartet in diesem Jahr rund 700 Aussteller aus dem In- und Ausland. „Damit bringt die it-sa dieses Jahr noch einmal mehr IT-Sicherheitsexperten in Nürnberg zusammen und macht das Messezentrum zum Home of IT-Security“, betont Frank Ven­jakob, Executive Director it-sa beim Veranstalter NürnbergMesse. Doch nicht nur die Zahl der Aussteller wächst, die Messe­auftritte werden auch grösser: Mehrere Firmen demonstrieren ihre Produkte und ihr Know-how auf Ständen, die bis zu dreimal so gross sind wie im Vorjahr, wie Frank Venjakob ergänzt.

Special Keynote

Keynote-Sprecherin:  Paula Januszkiewicz.
Quelle: Cqure
Ein Highlight der diesjährigen it-sa ist am dritten Messetag eine Keynote der weltbekannten IT-Sicherheitsexpertin Paula Januszkiewicz. Die Polin ist Gründerin und Geschäftsführerin von Cqure, einem Unternehmen, das Kunden in der ganzen Welt in Sachen IT-Security berät. Sie wurde als Enterprise Security MVP (Microsoft Most Valuable Professional) ausgezeichnet und zählt zu den wenigen Personen weltweit, die Zugang zum Windows-Quellcode haben.
In ihrer Keynote mit dem Titel „Attacks of the Industry: A View into the Future of Cybersecurity“ zeigt Paula Januszkiewicz, welche Angriffsformen Hacker und Cyberkriminelle zum Ziel führen und wie sich Unternehmen und Organisationen davor schützen können. Dabei geht sie der Frage nach, welche Schwachstellen und häufigen Fehlerkonfigurationen in komplexen IT-Infrastrukturen die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten bedrohen. Sie zeigt mögliche Einfallstore für Spionage und Sabotage auf und gibt Tipps für eine Verbesserung der IT-Sicherheit in Unternehmen. Die Keynote-Sprecherin erläutert aber auch, wie Cloud-Angebote wie Amazon Web Services und Microsoft Azure in puncto Sicherheit einzuordnen sind, und gibt Antwort auf die Frage, wann sich unter Sicherheits­aspekten eine Migration in die Cloud lohnt.
Paula Januszkiewicz hält ihre Keynote am Donnerstag, den 11. Oktober, um 12 Uhr im internationalen Forum I10 in Halle 10.1.

Internationale Stände

Cyber-Nation Israel: Bereits zum dritten Mal mit einem offiziellen Länderpavillon auf der it-sa dabei.
Quelle: NürnbergMesse / Thomas Geiger
Das häufig als „Cyber-Nation“ bezeichnete Israel ist in diesem Jahr schon zum dritten Mal mit einem offiziellen Länderpavillon auf der Sicherheitsmesse dabei. Von den 27 auf der it-sa ausstellenden Unternehmen aus dem hoch entwickelten Industriestaat im Nahen Osten präsentieren sich 20 auf dem
israelischen Gemeinschafts­pavillon in Halle 9. Besucher finden hier Produkte und Dienstleistungen unter anderen aus den Bereichen Netzwerk-Monitoring in industriellen Umgebungen, Intrusion Detection sowie Denial-of-Service-Abwehr.
Neu ist in diesem Jahr ein Gemeinschaftsstand der Niederlande. Im Mittelpunkt des Pavillons stehen unter anderem die Themen Security Awareness und Managed Security. Insgesamt beteiligen sich 15 Unternehmen aus dem kleinen Land an der Nordsee am gemeinsamen Pavillon in Halle 10.0.
Als drittes Land präsentiert sich in Halle 10.1 die Tschechische Republik mit neun ausstellenden Unternehmen.

Congress@it-sa

Auch in diesem Jahr begleitet ein Kongress das Ausstellungsprogramm der it-sa. Der Congress@it-sa soll abseits des Messetrubels das Informationsangebot renommierter Institu­tionen und namhafter Unternehmen aus dem In- und Ausland unter einem Dach vereinen. Der Congress@it-sa startet am Montag, den 8. Oktober, und damit bereits einen Tag vor der eigent­lichen Messe. Er findet auf dem Messegelände im Nürnberg Conven­tion Center NCC Mitte und NCC West statt.
Im Rahmen des Congress@it-sa hält etwa das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am 10. Oktober den IT-Grundschutz-Tag ab.
Thema ist der vor einem Jahr modernisierte IT-Grundschutz. Das Bundesamt gibt Einblicke, wie sich das neue Regelwerk in der Praxis um­setzen lässt, und zeigt erste Ergebnisse.
Experten des Beratungsunternehmens KPMG referieren am selben Tag über den Chief Information Security Officer (CISO) der Zukunft.
Wie verändern sich Berufsbild und Arbeitsalltag dieses Sicherheitsspezialisten angesichts steigender Risiken, des Fachkräftemangels und Künst­licher Intelligenz?
Das Kongressprogramm und Anmeldemöglichkeiten zu den Vorträgen sind auf der it-sa-Webseite zu finden.

UP18@it-sa

UP18@it-sa: Neue Plattform für Start-ups mit dem Fokus IT-Sicherheit.
Quelle: NürnbergMesse
Kaum eine Fachmesse kommt heutzutage noch ohne eigenen Bereich für Start-ups aus. In diesem Jahr bekommen Security-Start-ups mit UP18@it-sa eine eigene Plattform, um mit Machern, Entscheidern, Investoren und potenziellen Geschäftspartnern ins Gespräch zu kommen.
Am 8. Oktober, also vor dem eigentlichen it-sa-Start, bringt UP18@it-sa dazu 18 junge Unternehmen mit dem Fokus IT-Sicherheit in einem exklusiven Rahmen mit Branchenkennern zusammen und verleiht einen Award für das beste Security-Start-up.
Bewerben konnten sich Start-ups aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die seit höchstens sieben Jahren bestehen. Dem Sieger-Unternehmen winkt ein individuelles Coaching des Digital Hub Cyber­security und des Bayerischen IT-Sicherheitsclusters.
„Mit dem UP18@it-sa-Award wollen wir Cybersecurity-Start-ups zu mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und Markterfolg verhelfen“, erläutert Mit-Initiator Philipp S. Krüger, Managing Director des Digital Hub Cybersecurity in Darmstadt, den Hintergrund von UP18@it-sa. Die 18 Finalisten wurden von einer Fachjury ausgewählt. In Nürnberg kürt dann das it-sa-Fachpublikum bei einem Pitching den Award-Sieger. „Der erste Wettbewerb ausschliesslich für Security-Start-ups bereichert die it-sa auf ideale Weise und ergänzt die Sonderfläche Start­ups@it-sa“, so Executive Director Frank Venjakob.
Den regulären Ausstellungsbereich Startup@it-sa, auf dem sich junge Unternehmen dem Publikum präsentieren, gibt es also weiterhin. Der Start-up-Bereich ist in Halle 10.1, Stand 416, zu finden.

Über 700 Aussteller

Top Risiko: Der Mensch zählt immer noch als das grösste Sicherheitsrisiko für ein Unternehmen.
Quelle: IDC, Juni 2018, 230 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern
Wie erwähnt erwartet die Messe Nürnberg auf der diesjährigen it-sa mehr als 700 Aussteller. Zum Vergleich: 2017 waren es noch knapp 600.
Wie immer findet man unter den Ausstellern nicht nur zahlreiche kleinere Firmen mit in­teressanten Produkten und Dienstleistungen, sondern auch fast alle grossen Anbieter von Sicherheits-Tools und -Services sind in Nürnberg vor Ort.
Ein eher seltener Gast auf Messen ist Microsoft. Während der Software-Riese grosse Veranstaltungen wie die CEBIT mittlerweile auslässt, ist das Unternehmen auf der Security-Fachmesse auch in diesem Jahr wieder vertreten. Gemeinsam mit Partnern zeigt Microsoft in Halle 10, Stand 410, Lösungen für das ganzheitliche Sicherheitsmanagement und neue Ansätze für Herausforderungen in Bereichen wie Benutzer-, Ge­räte-, Anwendungs- und Datensicherheit.
Zu den grossen Anbietern gehört auch die Deutsche Telekom. In Hal­le 9, Stand 642, zeigt sie ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen rund um die Cloud-Sicherheit. Eines der Produkte ist Industrial Threat Protect Pro. Der Managed-Security-Dienst ermöglicht ein Risiko­management für komplette Produktionsnetze in der Indus­trie. Dazu gehören zum Beispiel eine kontinuierliche Schwachstellenanalyse und eine Echtzeit-Alarmierung bei Sicherheitsvorfällen.
Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT präsentiert in Halle 10, Stand 110, ebenfalls seine neuesten Entwicklungen und Lösungen. Ein Beispiel ist das Tool Appicaptor für mobile Geräte mit Android und iOS. Es ermöglicht Unternehmen die automatisierte Prüfung, ob Apps den eigenen IT-Sicherheitsvorschriften entsprechen. Appicaptor erstellt zu jeder App und zu jedem Betriebssystem einen individuellen Testbericht.
Ebenfalls vertreten ist die Fraunhofer Academy. Zusammen mit Partnerinstituten stellt die Akademie ihre aktuellen Kurse rund um das Thema IT-Security vor, etwa das Seminar „Ermittlungen im Darknet“, das grundlegendes Wissen zum Darknet vermittelt, aber auch zur Blockchain und zu Krypto­währungen wie Bitcoin.
R&S Trusted Communicator: Verbindet hochsicheren Messenger und verschlüsselte Telefongespräche.
Quelle: Rohde & Schwarz
Rohde & Schwarz Cybersecurity zeigt in Halle 10, Stand 112, neue Sicherheits­produkte unter anderem in den Bereichen Application-, Cloud-, Mobile- und Netzwerksicherheit.
So ermöglicht beispielsweise R&S Trusted Gate eine sichere Nutzung von Microsoft SharePoint und Office 365 in Unternehmen. Der R&S Trusted Communicator ist nach Angaben des Herstellers die erste App, die einen hochsicheren Messenger und verschlüsselte Telefongespräche verbindet.
Das Münchener Unternehmen Brabbler, Entwickler des sicheren und DSGVO-konformen Business-Messengers ginlo @work, stellt auf der it-sa neben den bereits verfügbaren Versionen für Android und iOS erstmals eine Version für Desktop-PCs vor. Der Windows-Client soll wie die mobile Variante funktionieren und sich parallel zu ihr einsetzen lassen. Brabbler stellt in Halle 10.1 am Stand 526 aus.
Airbus CyberSecurity präsentiert in Halle 10.1, Stand 426, sein Portfolio an Tools für den Schutz von industriellen Produktionseinrichtungen. Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht die Simulations- und Trainingsplattform Airbus CyberRange. Mit ihr sollen IT-Fachkräfte anhand diverser Trainingseinheiten auf Basis von realitätsnahen Angriffszenarien in die Lage versetzt werden, Cyberangriffe unterschiedlichster Art zu erkennen, abzuwehren und die Systeme bei Bedarf wiederherzustellen.
ESET, Anbieter von Antiviren-Lösungen, ist in Halle 9, Stand 326, zu finden. Neben der Vorstellung von Produkten für Unternehmen aller Grössen informieren die Experten der slowakischen Antiviren-Software­Schmiede in mehreren Vorträgen über aktuelle Sicherheitsthemen wie die Rolle der Next Generation Security. Die Vorträge finden am Dienstag und Mittwoch im Management-Forum M9 und im Technik-Forum T9 in Halle 9 statt.
Auch zahlreiche Systemhäuser und IT-Dienstleister sind auf der diesjährigen it-sa wieder vertreten. Zum Beispiel demonstriert Axians IT Solutions in Halle 10, Stand 409, anhand konkreter Szenarien, wie Unternehmen ihre IT-Infrastruktur für die digitale Transformation sichern können.
Die Experten des IT-Dienstleisters Cancom sind in Halle 10, Stand 410, anzutreffen. Unweit davon, am Stand 432, zeigt Bechtle sein Portfolio in Sachen Cybersecurity.


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