Smarte Glühbirnen verraten User-Daten

Datenspionage per Infrarotlicht

Einige smarte Glühbirnen wählen sich ins Heimnetzwerk ein, ohne dafür auf einen Smart Home Hub - eine zentrale Schnittstelle, über die IoT-Geräte kommunizieren - angewiesen zu sein. «Wenn dieselben Leuchtmittel auch noch mit Infrarotlicht funktionieren, können Hacker über dieses unsichtbare Licht Daten stehlen oder in anderen IoT-Geräten herumspionieren, die mit dem Netzwerk verbunden sind. Der Nutzer bekommt davon nichts mit, weil die Hacker-Befehle nur im Netzwerk des Users auftauchen und nicht im Internet», erläutert Jadliwala.
Um böse Überraschungen zu vermeiden, rät der UTSA-Forscher Konsumenten dazu, nur solche smarten Glühbirnen zu kaufen, die per Smart Home Hub ins Heimnetzwerk integriert werden. «Eine andere kostengünstige Lösung wäre es auch, sich zu Hause ein zweites Netzwerk für seine IoT-Geräte einzurichten, damit diese nicht frei im öffentlichen Web hängen. Bei diesem sollte man dann besonders strenge Sicherheitseinstellungen wählen, um die Gefahr von Datenspionage zu reduzieren», verdeutlicht Kaspersky-Experte Jacoby.

Das Internet der Dinge soll in der Industrie für zusätzliche Vernetzung sorgen: Hier verbindet der Cisco-Router (oben) die Steuersysteme diverser Anlagenhersteller


Autor(in) Markus Steiner, pte


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