Fintech Sonect gewinnt Digital Economy Award

Bemerkenswerte Digitalisierer

In den Kategorien KMU, NPO & Government sowie Grossunternehmen wurden schliesslich noch die Digital Transformation Awards vergeben. Mit diesen werden jeweils Firmen ausgezeichnet, die besondere Fortschritte in der digitalen Reife gemacht haben und ihre Wettbewerbsfähigkeit damit signifikant steigern konnte.

Küchenbauer wickelt Fertigung elektronisch ab

Start-ups schleppen keine Legacy-Systeme mit sich, nutzen neueste Werkzeuge und arbeiten nach aktuellen Methoden. Umso mehr Aufwand erfordert es für Unternehmen mit langer Geschichte und fest etablierten Prozessen, sich von diesen zu lösen und den digitalen Wandel zu stemmen.
Insbesondere KMU, die nicht über grosse finanzielle Polster und personelle Ressourcen verfügen, stehen vor einer Herkulesaufgabe. Wie sich diese meistern lässt, zeigte der heimische Küchenbauer Veriset. Der Hersteller wickelt inzwischen seine Fertigung zu 99 Prozent elektronisch ab.
Hierfür werden die benötigten Daten einmal zentral erfasst. «Veriset hat die Jury überzeugt, dass Digitalisierung auf der Basis einer klaren Vision strategisch und konsequent angegangen wird», lobte Jury-Präsident Samy Liechti bei der Übergabe des Digital Transformation Award in der Kategorie KMU.

Aargauer SVA mit klarem Use Case unterwegs

Insbesondere Verwaltungen stehen unter dem Druck, ihre Prozesse zu digitalisieren. Allerdings ist hier die Fehlertoleranz geringer als in der Wirtschaft. Ergeben sich in Projekten Probleme ist rasch von Verschwendung von Steuergeldern die Rede und Projekte werden öffentlich kritisiert. Rasch droht das Aus. Das sich durchhalten lohnen kann, zeigte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Aargau (SVA), die den Digital Transformation Award in der Kategorie NPO & Government erhielt.
Die SVA habe die digitale Transformation mit einem klaren Use Case vollumfänglich vollzogen. Die Behörde setzt mit dem kompletten Online-Antrag für die Prämienverbilligung, auf eine digitale und vollständige Automatisierung. Durch die hohe Benutzerfreundlichkeit werde ein Mehrwert für alle Beteiligten geschaffen und dadurch eine breite Akzeptanz der Lösung erreicht. «Damit werden nicht nur Prozesse beschleunigt und Kosten reduziert, sondern auch Betroffenen geholfen, ihre Menschenwürde in schwierigen Situationen besser bewahren zu können», sagte Jury-Vertreter Marc Uricher.

Vontobel reüssiert bei den Grossen

Ein Preis für ihre Digitalisierungsanstrengungen in der Katgorie Grossunternehmen erhielt die Bank Vontobel für ihr Projekt Volt. «Mit Volt liegt eine digitale Vermögensverwaltung vor, mit der die Bank ein neues Kundensegment adressiert. Skaleneffekte durch Teilen peilt Vontobel zudem mit einer digitalen Vermögensverwaltungsplattform an, die mit der Konkurrenz geteilt wird. All dies wird in einem Set-up vorangetrieben, bei dem Technologie der gemeinsame Nenner hinter dieser Unternehmenstransformation ist», betonte Jury-Präsident Bramwell Kaltenrieder.
Die nächste Digital Economy Award Night lädt am 25. November 2020 ins Hallenstadion in Zürich.


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