Sunrise steigert Umsatz und Gewinn

Strafzahlung und Zusatzkosten

Überschattet wurde der Geschäftsverlauf aber vom gescheiterten Kauf der Kabelnetzbetreiberin UPC für 6,3 Milliarden Franken. Sunrise hat am Vortag den Kaufvertrag mit UPC-Besitzerin Liberty Global endgültig gekündigt. Dafür muss Sunrise nun 50 Millionen Franken Strafe an Liberty zahlen.
Sunrise erwartet im Zusammenhang mit der Transaktion Zusatzkosten von insgesamt 70 bis 75 Millionen Franken. Diese würden sich aus Zeichnungsgebühren (19 Millionen), Beratungs- und Rechtskosten sowie bereits angefallenen Integrationskosten (24 Millionen Franken) zusammensetzen. Davon seien 27 Millionen Franken bereits in der Rechnung der ersten neun Monate 2019 enthalten, hiess es weiter.
Am 22. Oktober hatte Sunrise die für die UPC-Finanzierung nötige ausserordentliche Generalversammlung in letzter Minute abgesagt. Der Widerstand der Sunrise-Aktionäre war zu gross geworden. Das Nein-Lager sei «klar grösser als 50 Prozent» gewesen, erklärte Sunrise damals. Damit scheiterte die grösste Übernahme der Schweizer Telekomgeschichte.
An der Spitze des Widerstands stand der grösste Sunrise-Aktionär, Freenet, der 24,5 Prozent an Sunrise besitzt. Freenet-Chef Christoph Vilanek kritisierte den Kaufpreis und die dazu nötige Kapitalerhöhung als zu hoch. Auch die Struktur des Deals sei nachteilig für die Sunrise-Aktionäre. Zudem sah er den strategischen Sinn der Übernahme nicht mehr.

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