Mobilfunkanbieter Sunrise muss weiter um UPC-Deal zittern

Es gibt auch Unterstützung

Doch eine Reihe von Aktionären will das Vorhaben unterstützen - auch deshalb, weil Sunrise die Kapitalerhöhung eingedampft hat. «Wir begrüssen die Anpassung der Bedingungen und sind gleichzeitig froh, dass sie trotzdem die Bilanz nicht überstrapazieren», erklärte ein Top-10-Investor. Ein anderer Aktionär sieht nun eine leicht gestiegene Wahrscheinlichkeit, dass der Deal über die Bühne geht und kündigte ein «Ja» an - ebenso wie ein weiterer Investor, der die Nachbesserungen «durchaus positiv» wertet.
Auch Sunrise-Finanzchef Andre Krause geht weiterhin davon aus, dass eine Mehrheit der Aktionäre hinter dem Vorhaben steht. «Wir haben auf die veränderte Kapitalstruktur durchaus positives Feedback erhalten», sagte er. Allerdings erwartet er eine knappe Entscheidung. «Es ist in jedem Fall ein knappes Rennen - alleine durch die Tatsache, dass Freenet mit 24,5 Prozent dagegen stimmt», erklärte Krause.
In den kommenden Tagen will Sunrise grosse Anstrengungen unternehmen, um viele Aktionäre für die Generalversammlung zu mobilisieren. «Wir werden für den Deal werben und für Kleinaktionäre in der Schweiz Informationen zur Verfügung stellen und in der Presse präsent sein», sagte Krause. Einer mit der Situation vertrauten Person zufolge peilt Sunrise bei dem Aktionärstreffen eine Beteiligung von über 70 Prozent an. Auf welche Seite sich die Waagschale schliesslich neigt, könnte auch von den Stimmrechtsberatern abhängen. ISS und Glass Lewis, an denen sich vor allem viele angelsächsische Pensionskassen orientieren, dürften ihre Empfehlungen in den kommenden Tagen bekannt geben.


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