Übernahmen 13.03.2018, 06:18 Uhr

Trump verbietet Qualcomm-Megadeal

Per Dekret hat US-Präsident Trump den Verkauf von Qualcomm an den in Singapur beheimateten Konzern Broadcom untersagt. Damit kommt der grösste Tech-Deal der Geschichte nicht zustande.
US-Präsident Trump will nicht, dass Qualcomm-Know-how zu 5G-Mobilfunkchips in «falsche» Hände kommt, und verbietet den Verkauf der US-Firma an Broadcom
(Quelle: Gage Skidmore)
Die Übernahme des US-Chipherstellers Qualcomm durch die Singapurer Broadcom kommt nicht zustande. Noch bevor die beiden Firmen sich über einen Zusammenschluss geeinigt haben, hat US-Präsident Donald Trump per Dekret den Merger untersagt.
Dadurch wird aus dem bislang grössten Übernahme-Deal der Tech-Geschichte nichts. Zuletzt hatte Broadcom 117 Milliarden Dollar für Qualcomm geboten. Zwischendurch war auch ein Kaufpreis von 148 Milliarden Dollar inklusive Schuldenübernahme im Gespräch.
In der Begründung der US-Regierung für das Veto werden Bedenken für die nationale Sicherheit angegeben. Offenbar wird befürchtet, dass die Singapurer Broadcom nach einer Übernahme wichtige Technologien wie Know-how zu 5G-Kommunikationschips an chinesische Firmen weitergeben oder -verkaufen könnte.
Zuvor hatten republikanische Abgeordnete im US-Kongress ganz ähnliche Bedenken gegen den Merger geäussert.


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