Dell-Studie 14.02.2019, 12:48 Uhr

Viele Firmen stehen noch am Anfang der digitalen Transformation

Laut einer Studie von Dell machen weltweit nach wie vor viele Firmen nur kleine Schritte in Richtung digitale Transformation – auch in der Schweiz. Gebremst werden sie vor allem durch knappe Budgets und Ressourcen.
(Quelle: Philipp Birmes / Pexels )
Schenkt man dem Digital Transformation Index 2018 von Dell Technologies Glauben, dann steht die digitale Transformation weltweit in vielen Unternehmen noch im Anfangsstadium. Von 4600 befragten Entscheidern aus 42 Ländern stuft noch fast jeder Vierte seinen Arbeitgeber entweder als «Digital Laggard» oder «Digital Follower» ein. Will heissen, dass in ihrer Firma entweder noch gar kein Digitalisierungsplan mit entsprechend bereitgestellten Investitionsmitteln existiert oder bislang noch kaum konkrete Zukunftspläne mit Digitalisierungsinvestitionen geschmiedet wurden.
Aber immerhin: Etwas mehr als die Hälfte aller Befragten stufte ihr Unternehmen als «Digital Evaluator» oder «Digital Adopter» ein – diese Firmen tasten sich mit der Planung von Initiativen und Investitionen bereits an die digitale Transformation heran oder verfügen bereits über eine ausgereifte Roadmap. Über alle untersuchten Gruppen hinweg, nahm der Anteil der «Digital Adopter» im Vergleich zu vor zwei Jahren insgesamt am deutlichsten zu – und zwar um neun Prozent. 2016 wurde die Studie zum letzten Mal durchgeführt.
Die Studie zeigt also auch, dass in puncto Digitalisierung kein kompletter Stillstand herrscht. Allerdings bezeichnen erst fünf Prozent der Entscheider ihre Firma als «Digital Leader», bei der die Digitalisierung in der Unternehmens-DNA verankert ist. «In naher Zukunft muss jedes Unternehmen ein digitales Unternehmen sein, aber unsere Studie zeigt, dass die Mehrheit noch einen langen Weg vor sich hat», wird Michael Dell, Chairman und CEO von Dell Technologies, in einem Communiqué zur Studie zitiert.

Schweizer Firmen gehen die Digitalisierung an

Auch unter den Firmen von befragten Entscheidern aus der Schweiz finden sich nach wie vor viele Nachzügler, Follower und solche, die sich in der Evaluationsphase befinden. Der Anteil der Digital Leader ist ebenfalls nur minimal. Allerdings werden 18 Prozent von ihnen mittlerweile als Digital Adopter eingestuft, was einer Steigerung um das Viereinhalbfache im Vergleich zu 2016 entspricht. Sie entwickelten also bereits fortschrittliche digitale Pläne und Innovationen, um ihre Transformation voranzutreiben.
Gebremst werden Schweizer Unternehmen bei der Digitalisierung der Studie zufolge besonders durch fehlende Budgets und Ressourcen. Doch auch Datenschutz und Cybersecurity beeinflussen die Umsetzung digitaler Projekte. So seien schliesslich rund zwei Drittel der Führungskräfte (64 %) der Meinung, dass die digitale Transformation im gesamten Unternehmen stärker verbreitet sein sollte, heisst es seitens des Konzerns Dell. Dieser Meinung ist auch Achim Freyer, General Manager Commercial Sales bei Dell EMC Schweiz: «Wir sprechen nun schon seit einiger Zeit darüber, dass wir uns an der Schwelle zu bahnbrechenden Veränderungen befinden. Doch das stimmt nicht mehr». Und weiter: «Die nächste digitale Ära ist bereits angebrochen und prägt die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und unser Unternehmen führen. Der Faktor Zeit ist daher nun von höchster Bedeutung: Die digitale Transformation muss jetzt stattfinden, und dazu braucht es radikale Veränderungen und Anpassungen in den Unternehmen.»

Coden und IT-Kenntnisse austauschen

Um die Hürden der digitalen Transformation zu überwinden, ergreifen die befragten Schweizer Entscheider unterschiedliche Massnahmen. Gemäss der Dell-Studie sind jedoch die interne Weiterentwicklung von Fähigkeiten und Fachkenntnissen, der Austausch sowie der Ausbau der Sicherheitsinfrastruktur am beliebtesten. 45 Prozent der Befragten wollen beispielsweise den Mitarbeitern das Coden beibringen, 43 Prozent wollen IT-Führungskräfte mit Business-Skills und Business-Führungskräfte mit IT-Skills ausstatten und 42 Prozent der Entscheider setzen auf Sicherheit und Datenschutz. Die begleitenden Investitionen fokussieren in den nächsten ein bis drei Jahren denn auch auf Cybersicherheit, Multi-Cloud-Lösungen, IoT-Technologien und KI.
Die Befragung zum Digital Transformation Index hat Dell in Zusammenarbeit mit Intel und der Forschungsfirma Vanson Bourne durchgeführt. 4600 Entscheider aus 42 Länder wurden dabei zum Stand der Digitalisierung in ihrem Unternehmen befragt – davon 100 aus der Schweiz. Laut Angaben von Dell ist das Ziel der Studie, den Fortschritt mittlerer und grosser Unternehmen bei der digitalen Transformation abzubilden, Hoffnungen und Ängste von Führungskräften in diesem Prozess zu untersuchen sowie die wichtigsten Hürden zu identifizieren.


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