11.12.2015, 14:00 Uhr

UBS prämiert Fintech Aesthetic Integration

Aesthetic Integration hat die globale «Future of Finance Challenge» der UBS gewonnen. Die Bank war vom grossen Zuspruch der Teilnehmer und Mitarbeiter positiv überrascht.
Das Start-up Aesthetic Integration hat die «Future of Finance Challenge» der UBS gewonnen. Das auf Risikomanagement spezialisierte Unternehmenaus London setzte sich am Final gegen elf andere Fintech-Neugründungen durch. Die Gründer Denis Ignatovich und Grant Passmore erhalten ein Preisgeld von 50'000 US-Dollar. Den zweiten Platz und eine Summe von 20'000 US-Dollar sicherte sich Capital Preferences, WealthForge auf Rang drei erhielt 10'000 US-Dollar.
Die übrigen Finalisten fördert UBS mit je 5000 US-Dollar. Unter den insgesamt zwölf Start-ups waren auch zwei Schweizer: die Biometrik-Firma Biowatch aus Martigny und das Zürcher Start-up embotech. Insgesamt nahmen 620 Unternehmen aus 52 Ländern an dem Wettbewerb teil. UBS beabsichtigt, mit allen Finalisten während der Weiterentwicklung ihrer Technologien in Kontakt zu bleiben. «Die Future of Finance Challenge war für UBS eine spannende und wichtige Initiative. Wir suchten die Zusammenarbeit mit besonders talentierten Start-ups, mit deren Hilfe wir uns weiter verbessern können», sagte UBS-CEO Sergio Ermotti an der Preisverleihung in Zürich.
Für die Hauptverantwortliche, Veronica Lange, ist der Challenge ein grosser Erfolg. «UBS ist positiv überrascht von der Anzahl der Teilnehmer. Sie lag über den Erwartungen und auch weit über der Zahl der Kandidaten bei vergleichbaren Wettbewerben», sagte Lange der Computerworld. Ausserdem habe die Challenge auch Bank-intern viel Interesse geweckt. Ein Aufruf der Belegschaft zur Begleitung und zum Mentoring der Start-ups sei auf positive Resonanz gestossen. «Viele UBS-Mitarbeiter haben sich gemeldet. So konnten wir die besten Gesprächspartner für jedes Start-up finden», erklärte die Head of Innovation.

Bisher keine Investition

Die Fintechs würden im Gegenzug profitieren von den Einblicken in die Geschäfte der Grossbank. Einige der Firmengründer haben nun die Möglichkeit, ihre Lösungen anhand anonymisierter Daten der UBS testen, ihre Programme in den Labors der Bank installieren oder mit den Kundenberatern über Anwendung sprechen, führte Lange aus.
Der Einsatz der Siegerlösung oder einer anderen Technologie wird nun konkret geprüft. «UBS hat bis anhin kein Investment getätigt», unterstrich sie. Die Nutzung für das eigene Geschäft sei allerdings nicht der Hauptgrund für den Wettbewerb gewesen. «Gesucht waren nicht zwingend Lösungen für ein konkretes Problem der UBS, sondern eher die besten Ideen für die vier vorgegebenen Themenkomplexe», so Lange. Die vier Bereiche waren: moderne Benutzerschnittstellen, neue Dienstleistungen und Produkte, Geschäftsprozessoptimierung sowie Sicherheit. Über eine mögliche Wiederholung des Challenge – beispielsweise zu anderen Themen – im nächsten Jahr ist noch nicht entschieden, erklärte Lange auf Nachfrage.


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