20.08.2004, 00:00 Uhr

Jungunternehmerpreis für Chisoft und Frameconcept

Die Fricktaler Softwareschmiede Chisoft und die Oltener Entwicklungsfirma Frameconcept sind mit dem Jungunternehmerpreis von Microsoft, Orange und Hewlett-Packard ausgezeichnet worden.
Ende März dieses Jahres ging in Interlaken der dreitägige Kongress X-Days mit über 55 IT-Firmen über die Bühne. Dabei haben die drei Branchengrössen Microsoft, Hewlett-Packard (HP) und Orange einen Jungunternehmerpreis für zwei Start-up-Ideen ausgesetzt. Nach einem mehrmonatigen Evaluationsverfahren wurden diese Woche die beiden Gewinner gekürt. Die Fricktaler Multimedia- und Softwareschmiede Chisoft sowie die Oltener Entwicklungsfirma Frameconcept erhielten für ihre Konzepte je 10000 Franken in Bar und 10000 Franken in Form von Marketing- und Kommunikationsleistungen.
Chisoft wurde für Xposé, ein Konzept für ein mobiles Internetzugangsgerät mit besonders anwenderfreundlichen Zusatzfunktionen ausgezeichnet. Manuel Reinhard hat das Start-up vor sechs Jahren aus der Taufe gehoben mit dem Ziel, Technik auch Otto-Normalverbrauchern durch ein schnörkelloses Design der Mensch-Maschine-Schnittstelle zugänglich zu machen. Xposé soll dereinst Personen ohne PC-Kenntnisse die Möglichkeit bieten, im Internet zu surfen, E-Mails zu verschicken und Ferienbilder online zu bestaunen. Mit dem nun prämierten Konzept sei man auf dem besten Weg dorthin, meint der Jungunternehmer. Bereits Ende dieses Jahres werde ein erster Prototyp vorhanden sein, und im dritten Quartal 2005 sei dann die Markteinführung geplant, gibt sich Reinhard zuversichtlich.
Frameconcept wurde für ihre Software Trinity prämiert. Das Werkzeug stellt die Adressen aus beliebigen Datenbanken und Applikationen dem Kommunikationsprogramm Outlook von Microsoft bereit. Trinity agiere dabei als Vermittlerin und ermögliche Drittapplikationen wie CRM (Customer Relationship Management)und ERP (Enterprise Resource Planning),das Office-Programm mit Daten zu versorgen, erklärt Christoph Oehler, der zusammen mit Thomas Tschudin die Softwarefirma gegründet hat. Die Adressen sind dadurch immer auf dem aktuellen Stand. Es sei sogar möglich, Datensätze in Outlook zu mutieren und neue Adressen zu erfassen, sagt Oehler. ERP und CRM übernähmen in dem Fall automatisch die Validierung der Daten und stellten das Berechtigungsmodell zur Verfügung.
Die Beurteilung der eingereichten Business-Pläne überliessen die drei Sponsoren dem St. Galler Institut für Jungunternehmen (IFJ). Nach einer ersten Beurteilung blieben von den insgesamt 13 Firmen noch 6 übrig, aus denen schliesslich die beiden Sieger hervorgingen, erklärt Beat Schillig, Geschäftsführer des Instituts. In die Endrunde schafften es neben Chisoft und Frameconcept die Zuger Easymonitoring mit einer elektronischen Überwachung des Schweizerischen Handelsamtsblattes (SHAB), MMC mit einem Portal für die jüngste Handy-Generation, die Zuger Softwarefirma MVM mit einer Internetsuchmaschine ohne Sprach- und Zeichenbarriere sowie Myenergy.ch mit einem Unterhaltungsportal.


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