Firmenfachbeitrag 07.01.2019, 08:20 Uhr

Digitaler Wandel mit Open Source

Ob Maschinelles Lernen oder Künstliche Intelligenz – ohne Open Source geht es nicht voran. Doch für den digitalen Wandel sind Brückenbauer erforderlich, die Legacy-IT und innovative Lösungen verbinden. Enterprise Open Source Anbieter sind dafür die besten Kandidaten.
Innovation mit Enterprise Open Source Lösungen: sie ermöglichen die Verbindung mit Legacy-IT Systemen
(Quelle: Getty Images/Hershin )
Schweizer Unternehmen sind Weltspitze bei der Innovation. Das Weltwirtschaftsforum WEF sieht die Schweizer Wirtschaft im Bereich des Digitalen Wandels in seinem Global Competitiveness Report in der Spitzengruppe der vier «Super-Innovatoren», den innovativsten Ländern der Welt. Allerdings verweist der komplexe Index die Schweizer Unternehmen bei der Anwendung von disruptiven Ideen und Geschäftsmodellen nur auf den 19. Platz im weltweiten Ranking.
Woran liegt das – und wie lässt es sich ändern? Zunächst: Disruptive Technologien und Geschäftsmodelle bilden den Kern der Digitalen Transformation, dabei erfordern sie eine agile und effektive IT-Infrastruktur – also eine Umstellung der vorhandenen IT-Landschaft. Dies ist wesentlich leichter, wenn man «auf der grünen Wiese» startet, etwa als Startup. Doch nur ein geringer Anteil der Schweizer Unternehmen sind Start-ups; der Grossteil betreibt seine IT bereits seit bis zu 40 Jahren. Schnelle Wechsel zu einer gänzlich neuen IT-Infrastruktur sind da kaum möglich. In der Praxis bedeutet dies, dass Unternehmen bereits einige Workloads auf die neuen Teile ihrer Infrastruktur auslagern – in die Cloud beziehungsweise in hybride Cloud-Strukturen – während viele wichtige  Geschäftsanwendungen weiterhin auf der vorhandenen «alten» IT laufen. Hier bietet also ein Modell einer schrittweisen digitalen Transformation durchaus Vorteile, etwa Risikoverminderung und bessere Folgenabschätzung. Doch es verlangt auch danach, dass parallel neue Lösungen zum Einsatz kommen, die mit den alten Systemen integrierbar oder wenigstens kompatibel sein müssen.

Motor der Digitalen Transformation

Die Herausforderung besteht in der Verbindung von alt und neu. Hier sind Brückenbauer zwischen Legacy-IT und innovative Lösungen gefragt. Eine Software Defined Infrastructure (SDI) ebnet den Weg in die digitale Welt. Ob Infrastructure- und Container-as-a-Service oder Software Defined Storage – die innovative Vorzeigetechnik der digitalen Transformation basiert durchgehend auf Open Source. Dabei wird der Fortschrittswille in der Open-Source-Community gebündelt: zehntausende von erfinderischen Menschen kommen zusammen mit finanzkräftigen Unternehmen und grossen Marken, um an bestehenden Projekten zu arbeiten und um neue, spannende Projekte umzusetzen. Beispiele sind Linux, das 2019 seinen 28. Geburtstag feiert und neue Projekte wie OpenStack, wo über 82.000 Entwickler zusammen arbeiten, Cloud Foundry oder die Bündelung von Ceph mit Software Defined Storage, die CAPEX deutlich senkt und Speicher skalierbar macht.
Open Source gilt daher als Motor der digitalen Transformation. Nicht nur fallen Lizenzkosten für die Software an sich weg, sondern Open-Source-Lösungen sind auch zukunftssicherer als proprietäre Lösungen. Sie sind nicht an einen Anbieter gebunden, sondern werden von der Community und einer Vielzahl von Herstellern getragen und weiterentwickelt. Somit bleiben sie stets aktuell und auch in Zukunft verfügbar. Dass der Quellcode einsehbar ist, mag auf den ersten Blick für manche unsicher wirken, jedoch sind Schwachstellen heute durch Reverse Engineering auch in proprietärem Code recht schnell entdeckt. Im Open-Source-Code jedoch sorgen hunderte von Augen dafür, dass Sicherheitslücken schnell entdeckt und geschlossen werden.

Fortschritt nimmt keine Rücksicht auf bestehende Systeme!

Bei all den Vorteilen, die Open Source bietet, müssen Unternehmen dennoch eines beachten: Die Innovationsbewegung ist niemals rückwärtsgewandt. Viele der neuen Open-Source-Projekte sind nicht darauf ausgelegt, mit bestehender Legacy-IT zusammenzuarbeiten. Sie wollen Neuland betreten. Neue Releases kommen im Monatstakt und die Integration mit Altsystemen hat bei dieser  Innovationsgeschwindigkeit oft nur einen geringen Stellenwert. Dass die meisten Unternehmen mit diesem Tempo nicht mithalten können, ist nicht verwunderlich. Zahlreiche Unternehmen nutzen noch immer tief in die Betriebsabläufe integrierte Applikationen auf UNIX-, AIX- oder Mainframeplattformen. Bis die Migration all dieser wenig flexiblen Anwendungen auf moderne Linux-Lösungen vollzogen sein wird, werden wohl noch einige Jahre vergehen.
Wie aber kommen die beiden scheinbar unvereinbaren Welten zusammen? Eine Antwort darauf wissen Anbieter von Enterprise Linux, die sich bereits seit Anfang der 2000er mit diesem Problem befassen. Um die Jahrtausendwende kam Linux in die Unternehmen, heute sind viele Linux-Anwendungen Standard in der Unternehmenswelt. Enterprise Linux Anbieter haben es zu ihrer Aufgabe gemacht, die Lücke zwischen innovativen Open-Source-Lösungen und etablierten Systemen sicher zu schliessen. Das Ergebnis sind stabile, getestete Open-Source-Systeme, die auf die Bedürfnisse von Unternehmen zugeschnitten sind und die diese von der Stange erwerben können. Dazu bieten Enterprise-Anbieter Consulting, Langzeit- und 24-Stunden-Support sowie ein umfangreiches Partner-Ökosystem mit Experten vor Ort.

DevOps: Ein Open-Source-Kind

Die erwähnten Linux-Anbieter erweisen sich als nützliche Partner für Unternehmen in der digitalen Transformation. Sie kennen sich nicht nur mit Open-Source-Ansätzen aus, sondern praktizieren die dahinterliegenden innovativen Entwicklungsmethoden wie Lean Development und Kanban (Denkansatz von einer Bedarfsausrichtung bei der Ressourcenplanung «just in time delivery») selbst seit Jahren. Das verleiht ihnen ein besonders tiefes Verständnis für DevOps-Prinzipien wie Continuous Delivery – sie kennen sie aus der Praxis. DevOps wird zurecht oft im Zusammenhang mit der digitalen Transformation genannt; doch die enge Verbindung zu Open Source findet nur selten Erwähnung.
Die Basis für DevOps ist Linux. Ob OpenStack oder Container: ohne Open Source und ohne Linux wäre DevOps heute nicht möglich. Unternehmen benötigen für DevOps-Methoden transparente, messbare Tools, die Automatisierung und Veränderung zu Maximen erhoben haben – etwa das Software Defined Data Center oder die OpenStack Cloud. Diese Tools kommen aus dem Open-Source-Umfeld. Mit ihnen können Unternehmen eine agile Arbeitsweise umsetzen und ihre Produkte stetig verbessern. Auf menschlicher Seite wird durch gemeinsame DevOps-Teams die Kommunikation verbessert, eingerissene Silowände von Entwicklung, Betrieb und QA machen Mitarbeiter flexibler und fördern die Innovation. Auf Seiten der Technik geht es zugleich um automatisierte Tests und inkrementelle Entwicklung, daher liefern auch Container und Software Defined Infrsstructure (SDI) die Basis für DevOps. Auch hier sieht man: ohne die Entwicklungen aus der Open-Source-Community wäre DevOps in der heute realisierten Flexibilität und Geschwindigkeit nicht denkbar.

Open Source fürs Unternehmen

Viele Unternehmen in der Schweiz verfügen über IT-Umgebungen, die ihnen seit Jahren treu dienen. Sie können und müssen auch nicht sofort wechseln. Eine digitale Transformation Schritt für Schritt in Richtung DevOps und Cloud-Infrastruktur ist gut möglich. Allerdings sollten Unternehmen auf den richtigen Partner setzen, um die Migration und den Übergang, der Jahre dauern kann, zu meistern. Dieser Partner sollte ein Enterprise-Linux-Anbieter sein. Wieso? Weil die digitale Transformation allgemein und DevOps im Besonderen auf Open Source basiert; und weil Linux die Open Source Welt ins Unternehmen getragen hat. Damit bildet Enterprise Linux die Brücke zwischen alt und neu, zwischen Innovation und stabilen, bewährten Lösungen mit Langzeitsupport. Mit einem solchen Partner ist die digitale Transformation weniger risikobehaftet – und die Schweiz kann ihren Platz als «Super-Innovator» für die innovativsten Unternehmen auch in den nächsten Jahren verteidigen.
Zum Autor
Markus Wolf
Markus Wolf verantwortet als Regional Manager das Business von SUSE in der Schweiz, Liechtenstein und Österreich.
Zum Unternehmen: SUSE, ein Pionier im Bereich Open Source-Software, entwickelt zuverlässige Lösungen in den Bereichen Software-Defined-Infrastruktur und Bereitstellung von Anwendungen, die Unternehmen mehr Kontrolle und Flexibilität ermöglichen. Mehr als 25 Jahre Erfahrung und hervorragende Leistung in den Bereichen Entwicklung und Services sowie ein einzigartiges Partner Ökosystem machen die SUSE Produkte und den Support leistungsstark und helfen unseren Kunden Komplexität zu verringern, Kosten zu reduzieren und verlässlich erfolgskritische Services anzubieten. Langfristigen Beziehungen zu unseren Kunden ermöglichen es uns, ihnen angepasste, intelligente Innovationen bereitzustellen, die sie für ihren Erfolg benötigen.
Mehr Informationen: www.suse.de
Dieser Beitrag wurde von SUSE zur Verfügung gestellt und stellt die Sicht des Unternehmens dar. Computerworld übernimmt für dessen Inhalt keine Verantwortung.

Autor(in) SU SE

Das könnte Sie auch interessieren