Rückblick: Die Jubilare der Schweizer IT

Leuchter: gegründet vor 60 Jahre

Der langjährige Hermes-Verkaufsdirektor André Leuchter gründete 1959 unter seinem Namen eine Firma in Luzern. Die andré leuchter Aktiengesellschaft fungierte als Vertriebs- und Wartungspartner sowohl für Hermes- als auch für Olivetti-Schreibmaschinen. Die Doppelspurigkeit bei den Lieferanten sollte sich später noch für Leuchter als Glücksfall erweisen. Denn Hermes verschlief in den 1960ern die Elektrifizierung der Schreibmaschinen. Olivetti zog hingegen mit. Leuchter setzte auf die Italiener und konnte sich am Markt behaupten.
An der Messe «Micro-Comp 1985» orientierte Daniel Jäggli (links) von Leuchter einen Interessenten über Olivetti-Drucker
Quelle: Leuchter
In dieser Situation trat Daniel Jäggli 1976 bei Leuchter als Lehrling ein. Er führte das Unternehmen 1982 in die moderne Informatik mit dem Olivetti M20 als erstem PC. Und im Jahr darauf mit dem Betriebssystem MS-DOS auf dem Olivetti M24. 1985 übernahm Jäggli im Rahmen eines Management-Buy-outs die Geschäfte bei Leuchter. Er entwickelte das Unternehmen weiter zu einem Anbieter für PC-Business und Netzwerke. Die zwischenzeitlich fehlende Programmierkompetenz kompensierte Marco Conconi, der 1991 als Partner bei Leuchter einstieg. Im gleichen Jahr verabschiedete sich das Unternehmen vom langjährigen Lieferanten Olivetti. Neu setzte Leuchter auf Compaq, seit der Übernahme 2002 auf HP.
Seit 2012 haben Jäggli und Conconi die Nachfolge im Rahmen einer Gruppenstruktur geplant, die bis 2025 umgesetzt sein soll. Dann sollen 80 Prozent der Leuchter-Aktien den Mitarbeitern gehören. Dafür wurde der Konzern in fünf Tochterunternehmen aufgeteilt, die mittlerweile im Besitz der Angestellten, der Geschäftsführer und der Leuchter Holding sind. Zusammen beschäftigen sie heute am Standort Luzern rund 80 Mitarbeiter – davon sieben Lernende.



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