Wie Kinetica unvorhersehbare Daten analysiert

On-Premise und in der Cloud

Im März dieses Jahres hat Kinetica neue Elemente seiner «Active Analytics Platform» vorgestellt, die die Datenverarbeitung für On-Premise- oder Cloud-Installationen organisiert. Neu hinzugekommen ist unter anderem der «KAgent», ein Tool für das Installations- und Konfigurations-Management. Die Workloads können auch in Container gepackt und von dem Open-Source-Managementsystem Kubernetes gesteuert werden, sodass die Kunden in einer hybriden Umgebung die Analysen skalieren oder wieder zurückfahren können.
Laut Kinetica hat nach den beiden Phasen «traditionelle Daten» und «Big Data» mittlerweile das Zeitalter von «Extreme Data» begonnen
Quelle: Kinetica
Die « Active Analytics Workbench» ermöglicht Unternehmen ausserdem, Algorithmen und Modelle für Machine Learning, die ihre Data Scientists entwickelt haben, in die analytischen Applikationen zu integrieren. Kinetica arbeitet etwa mit TensorFlow, einem Framework zur datenstromorientierten Programmierung, für Anwendungsfälle von Machine und Deep Learning zusammen. Weitere Partner auf diesem Gebiet sind Tableau Software und Microsoft (mit Power BI).

Schneller Erfolg für Kinetica

Seit 2015 hat Kinetica 63 Millionen Dollar an Finanzierungsgeldern erhalten, unter anderem von dem Venture Capitalist GreatPoint, an dem der frühere Oracle-Manager Ray Lane beteiligt ist. Ihm gefällt das Produktdesign von Kinetica: «Die heutige Herausforderung bei Datenbanken besteht in externen Daten, die in riesigen Volumen auftreten, von ihrer Natur her unstrukturiert sind und in Echtzeit gestreamt werden. Es handelt sich um sehr schnelles Datenstreaming aus Quellen wie Sensoren, smarten Geräten, Bilddaten von Drohnen und Informationen aus Social Media. Kinetica ist extra für Echtzeitanalysen und Visualisierungen solch unterschiedlicher Datenumgebungen gebaut worden.»
Kernstück von Kinetica ist eine Analytics-Plattform, die Datenbank, CPU und GPU kombiniert
Quelle: Kinetica
Bereits 2017 haben die Kinetica-Gründer Vij und Negahban mit Paul Appleby einen Manager an die Spitze ihres Unternehmens geholt, der seit vielen Jahren in der IT-Industrie tätig ist und über die nötigen Erfahrungen und Kontakte in der Branche verfügt. Dieser Einstieg «von oben» schlägt sich auch darin nieder, dass Kinetica sich gleich zu Anfang grosse – und finanzkräftige – Kunden gesucht hat und nicht den sonst üblichen langwierigen Weg gegangen ist, sich zunächst bei vielen kleinen Abnehmern einen Namen zu machen.
Zudem hat man sich schnell nach renommierten Partnern umgesehen: Kinetica gibt es vorinstalliert auf Hardware von Cisco, Dell EMC, HPE, IBM und Supermicro. Und Amazon AWS und Microsoft Azure bieten eine Cloud-Variante von Kinetica an. Eng ist  naturgemäss auch die Zusammenarbeit mit  Nvidia. Die internationale Expansion konzentriert sich neben Asien auf Europa, wo es bisher Zweigstellen in London und München gibt.


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