Hier investiert die Schweiz in die IT-Zukunft

Open Source in der Schule

Die Stadt Bern sorgte im vergangenen Jahr für Furore durch den vermutlich grössten Open-Source-Auftrag der Schweiz. Der Anbieter Abraxas hatte im Mai den Zuschlag für die Lieferung und den Betrieb einer neuen Informatikinfrastruktur für die städtischen Schulen erhalten. Im November sagte das Stimmvolk ja zum Investitionskredit in Höhe von rund 24,5 Millionen Franken. Die neue Schulinformatik «base­4kids2» besteht aus einer quelloffenen Lernplattform und weiteren Open-Source-Lösungen. Daneben werden rund 7700 Geräte angeschafft. Die Schüler lernen ab dem Schuljahr 2019/2020 dann allerdings an iPads, die nicht eben für ihre Offenheit bekannt sind. Gemeinderätin Franziska Teuscher freute sich trotzdem: «Ich bin sehr froh, dass das Stimmvolk die Mittel gesprochen hat, damit wir die Schüler auf das von der Digitalisierung geprägte berufliche und gesellschaftliche Leben vorbereiten können.»
Schüler sollen an iPads unterrichtet werden
(Quelle: Archiv)
Mit ähnlichen Gedanken trugen sich auch die Verantwortlichen in anderen Regionen. Etwa stattete die Stadt Zürich alle Primarschüler mit Tablets aus. Bei den rund 3000 Geräten fiel die Wahl auf ein eher kostspieliges Modell: Acers Switch 5. Es passt in das bewilligte Budget von 12,3 Millionen Franken. Mit nicht einmal der Hälfte (5,8 Millionen) müssen die Sekundarschulen der Stadt Luzern auskommen. Auch sie wollen allen Schülern auf das Schuljahr 2019/2020 mobile Arbeitsgeräte stellen. Im Kanton Basel-Stadt müssen sowohl Lehrer als auch Schüler ihre eigenen Laptops mitbringen – zumindest an den Mittelschulen. Damit die Lernenden in den Schulen zumindest eine adäquate IT-Infrastruktur vorfinden, sollen die Netzwerke und Server bis 2021 auf einen einheitlichen Stand gebracht werden. Kostenpunkt: 4 Millionen Franken.
Das Fürstentum Liechtenstein will anlässlich der Einführung eines neuen Lehrplans Ende Schuljahr 2022/2023 gleich die gesamte Schulinformatik erneuern. Für einen Betrag von rund 13 Millionen Franken sollen alle öffentlichen Schulen mit WLAN und mobilen Geräten ausgestattet werden. Den Schülern von der Primarschule bis zur Sekundarstufe I werden dann Notebooks und Tablets gestellt.


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