Hier investiert die Schweiz in die IT-Zukunft

Drohnen auf dem Hof und dem Berg

Die Schweizer Landwirte beschäftigen sich mit den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für ihre Betriebe. Seit Mitte vergangenen Jahres haben Politik, Verbände und Unternehmen in einer «Charta zur Digitalisierung» festgeschrieben, welche Massnahmen geprüft respektive ergriffen werden sollen. Wie sich Technologie in der Landwirtschaft nutzenbringend einsetzen lässt, zeigen Branchenverbände und Unternehmen auf der «Swiss Future Farm» in Tänikon TG. Das in Europa einzigartige Projekt eröffnete im September 2018 seine (Stall-)Türen.
Die Drohne appliziert Schutzmittel exakt am Pflanzenbestand
Quelle: Kanton Aargau
Damals hatten Landwirte des Kantons Aargau bereits digitale Helfer angestellt. Das vom Kanton lancierte Programm «agriGIS» dient Bauernfamilien zur Erfassung landwirtschaftlich genutzter Flächen. Ein Ziel ist es, durch die Technologie den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren. Nach dem Willen des Kantons sollen deshalb in naher Zukunft Düngungsdrohnen und Hack­roboter auf den Landwirtschaftsbetrieben vermehrt zum Einsatz kommen. Während der Demonstration einer Sprühdrohne im Rebbau konnte die Firma Agrair im Kanton Basel-Landschaft aufzeigen, dass die Technologie nicht ausschliesslich die menschliche Arbeitskraft ersetzt, sondern echte Vorteile bringt. So konnten steile Rebberge auch nach Niederschlägen problemlos beflogen werden, während der Einsatz eines Traktors noch heikel war. Weiter wurde das Personal weniger den Pflanzenschutzmitteln ausgesetzt und die verteilte Menge liess sich präziser steuern. Die Digitalisierung in der Landwirtschaft kann auch der Gesundheitsprävention dienen und Effizienzgewinne bedeuten.


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