Test: Kaspersky Endpoint Security

Kasperskys Endpoint-Schutz gibt es in der Cloud, als Server und als Einzelmodul. Im Test überzeugte vor allem die nahezu perfekte Schutzleistung.

von Markus Selinger 05.01.2017 07:05

Kaspersky Lab sieht das Verwalten und Schützen von mobilen Endpunkten als Aufgabe seiner Endpoint Security an. Im aktuellen Produktportfolio gehört das Mobile Device Management (MDM) zu jeder Ausbaustufe seiner Lösung Kaspersky Endpoint Security for Business – die es in den Varianten Cloud, Select, Advanced oder Total gibt. Die letzten drei Ausbaustufen sind die Bezeichnungen für die Server-Varianten. Zusätzlich bietet Kaspersky Lab sein MDM als Einzelmodul an: Security for Mobile as targeted solution.

Admin-Konsole in der Cloud: Die neue Cloud-Variante von Endpoint Security erspart Unternehmen die Pflege eines Servers im Haus. Admin-Konsole in der Cloud: Die neue Cloud-Variante von Endpoint Security erspart Unternehmen die Pflege eines Servers im Haus. © Kaspersky

Neu ist die Cloud-Variante der Endpoint-Lösung. Sie entspricht im Modulausbau der Select-Variante für Server. Lediglich die Programmkontrolle fehlt. Die Steuerung und Verwaltung via Cloud hat einen großen Vorteil: So können auch kleinere Unternehmen mit fünf bis 50 Workstations die Lösung nutzen, ohne dass sie einen Server pflegen müssen. Weiterhin lassen sich nun auch örtlich verteilte Unternehmen mit einem Cloud-Server verwalten.

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Die Verwaltungskonsole der Server-Lösung und die Web­oberfläche der Cloud-Lösung sehen zwar nicht gleich aus, haben aber eine sehr ähnliche Funktionalität. Die Verwaltung der mobilen Endgeräte ist einfach geregelt. Die ausgerollte Schutz-App Kaspersky Endpoint Security legt alle Kommunikations- und Firmendaten in einem Container auf dem Gerät ab, der sich im Notfall separat löschen lässt.

    © NMG

Fast perfekte Schutzleistung

Im AV-Test-Labor wurde die Schutz-App auf Schutzleistung, Systembelastung, Fehlalarme und Ausstattung geprüft. Der Schutzleistungstest bestand aus zwei Schritten: Im Realtime-Test musste die Lösung 3700 neue verseuchte Apps erkennen. Zusätzlich wurde sie mit dem Referenz-Set konfrontiert, das weitere 3700, maximal vier Wochen alte Apps umfasst.

Beide Testabschnitte absolvierte Kaspersky Endpoint Security mit jeweils 99,9 Prozent – erreichte also fast das Maximum. Die dabei gemessene Systembelastung hatte keine negativen Auswirkungen auf die Systemgeschwindigkeit oder die Akkulaufzeit. Auch der im Hintergrund verursachte Datenverkehr durch die App war minimal.

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