Test: G-Data Internet Security

Alle Varianten der Endpoint-Lösung G-Data Internet Security enthalten das Schutzmodul für mobile Geräte. Einzig Erkennungsfehler im Realtime-Test trübten das insgesamt gute Gesamtbild.

von Markus Selinger 09.01.2017 06:58

Bei G-Data ist der Leitgedanke, dass jeder Endpunkt geschützt werden muss – egal ob Desktop, Server oder Smartphone. Daher gibt es ein Mobile Device Management (MDM) in allen Lösungen als festes Modul. G-Data bietet seine Endpoint-Produkte der Version 14 in diesen Varianten an: AntiVirus Business, Client Security Business, Endpoint Protection Business und Managed Endpoint Security.

G-Data-Webkonsole: In der Business-Lösung werden die mobilen Clients wie alle anderen Clients behandelt G-Data-Webkonsole: In der Business-Lösung werden die mobilen Clients wie alle anderen Clients behandelt © G-Data

Fast alle Varianten setzen den Betrieb eines eigenen Servers voraus. Nur Managed Endpoint Security funktioniert via Azure, der Cloud-Umgebung von Microsoft. Dort wird in der Regel die Endpoint-Verwaltung für einen Unternehmenskunden von G-Data oder einem zertifizierten Partner erledigt.

MDM-Funktionen

Die in der Konsole verfügbaren Funktionen zur Verwaltung von Android- oder iOS-Geräten als Endpunkte sind für die meisten Aufgaben ausreichend. Die mobilen Geräte lassen sich Gruppen zuordnen und man kann auch jeweils Regeln hinterlegen. Diese bestimmen dann, ob etwa bei rein geschäftlich genutzten Geräten die Kamera abgeschaltet wird. Nur wenn eine App die Regeln auf dem Gerät umsetzen kann, wird etwa der Zugriff auf einen vordefinierten WLAN-Access-Point erlaubt. Weiterhin lassen sich in Sachen Apps schwarze Listen führen. Die Schutz-App sorgt dann dafür, dass die Installation von zuvor definierten Applikationen blockiert wird. Das kann zum Beispiel eine Cloud-Speicher-App sein. Ist die App bereits installiert, kann auch deren Ausführung verhindert werden.

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Die weiteren Features beschränken sich auf die Antidiebstahl-Funktionen. Wird der Verlust eines Geräts gemeldet, so hat der Administrator online Zugriff darauf. Meldet es sich nicht via Internet, lassen sich SMS-Befehle zum Sperren oder Löschen an das Gerät absetzen.

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G-Data mit kleineren Fehlern in der Erkennung

Die Security-App von G-Data Internet Security wurde im AV-Test-Labor auf Sicherheit, Systembelastung, Fehlalarme und Ausstattung geprüft. Im Realtime-Test mussten 3700 neue Bedrohungen erkannt werden. Im Folgetest mit dem Referenz-Set galt es, 3700 bereits bekannte Schädlinge in Apps herauszufiltern. Im ersten Abschnitt wurden nur 99,4 Prozent der verseuchten Apps erkannt. Die bereits bekannten Schädlinge wurden zu 100 Prozent identifiziert und gelöscht.

Trotz der immer noch als hoch zu bezeichnenden Erkennungsleistung wurden die Ressourcen des Geräts geschont. Eine hohe Systembelastung gab es ebenfalls nicht, weswegen auch der Akku nicht strapaziert wurde.