Test: Bitdefender GravityZone Mobile Client

Bitdefender GravityZone Mobile Client wartet mit optimalem Schutz gegen Viren und verseuchte Apps auf. Die MDM-Funktionalität fällt allerdings recht minimalistisch aus.

von Markus Selinger 06.01.2017 07:02

Bitdefender bietet die Verwaltung von mobilen Geräten (MDM) in seinen Business-Lösungen GravityZone Advanced Business Security, Enterprise Security und GravityZone Security for Mobile. Die Lösungen werden auch als fertige virtuelle Maschinen angeboten, die ein Admin nur noch hosten muss. Danach steht die Konsole webbasiert zur Verfügung. Bitdefender bietet mit dem Business- und Enterprise-Paket zwar auch eine reine Cloud-Lösung an, darin lassen sich aber keine mobilen Geräte verwalten, sondern nur Endpunkte wie Workstations.

Bitdefender-Webkonsole: Sobald ein Gerät nicht regelkonform  arbeitet, etwa weil es gerootet ist, wird das sofort gemeldet. Bitdefender-Webkonsole: Sobald ein Gerät nicht regelkonform arbeitet, etwa weil es gerootet ist, wird das sofort gemeldet. © Bitdefender

In beiden Varianten, ob als Modul in den Business-Lösungen oder als GravityZone Security for Mobile, beschränkt sich das Mobile Device Management auf das Nötigste. Im MDM lassen sich Geräte verwalten und gruppieren sowie den Gruppen vordefinierte Regeln zuweisen. Dabei kann man gerootete Geräte ausschliessen oder festlegen, was bei einem Virenbefall geschehen soll. Weiterhin kann ein Administrator ein Gerät aus der Ferne sperren oder löschen. Das war es dann auch fast schon.

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Für eine einfache Übersicht gibt es ein Dashboard mit frei einstellbaren Portlets. So zeigt die Oberfläche sofort nicht konforme oder verseuchte Geräte an und der Administrator kann per Mausklick handeln.

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Bitdefender mit tadelloser Schutzfunktion

Im Testlabor von AV-Test wurde geprüft, wie gut die App verseuchte Programme aufspürt, ob sie das System und den Akku belastet und wie sie mit Fehlalarmen umgeht. Im Realtime-Test musste die App 3700 brandneue verseuchte Apps erkennen. Im Test mit dem Referenz-Set galt es weitere – allerdings bereits bekannte – 3700 schädliche Apps zu identifizieren. Beide Tests schloss die Bitdefender-App mit einer 100-prozentigen Erkennung ab.

Auch die gemessene Systembelastung und die Auswirkung auf die Akkulaufzeit waren so gering, dass es dafür die Höchstpunktzahl gab. Dasselbe gilt für den Datenverkehr im Hintergrund, den die App verursacht.

Ebenfalls sehr gut verlief der Test auf Fehlalarme. Dabei musste die App neben 2000 Apps aus dem Google Play Store 1000 saubere Apps aus anderen Quellen erkennen. Das Ergebnis: Alle Miniprogramme wurden fehlerfrei identifiziert und nicht blockiert.

In Sachen Ausstattung gibt es in der App nichts ausser der Schutzfunktion beim Surfen. Ein Administrator kann lediglich noch die Anti-Diebstahl-Funktionen über die Webkonsole aktivieren.