Schweiz nicht mehr «iPhone-Land»

Die Schweiz ist kein «iPhone-Land» mehr. Dies belegt eine Untersuchung des Vergleichsdiensts Comparis.

von Jens Stark 29.08.2017 07:01

Traditionell stammte jedes zweite in der Schweiz verkaufte Smartphone aus dem Hause Apple – bis jetzt. Denn nun ist der Marktanteil des iPhones auf 41 Prozent abgesackt (2016: 54 Prozent). Der Anteil der Android-Smartphones machte hingegen einen Sprung von 42 Prozent im Vorjahr auf 55 Prozent und belegt damit erstmals den Toprang.

    © Quelle und Grafik: Comparis

In der Studie wollte Comparis wissen, welches Smartphone (mit Android- oder Apple-Betriebssystem) die Schweizerinnen und Schweizer besitzen. Hierzu befragte das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Comparis 1043 Personen im Alter von 18 bis 74 in allen Regionen der Schweiz.

«Ich gehe davon aus, dass der Stillstand beim Geräte-Design nicht unwesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen hat», nennt Jean-Claude Frick, Digital-Experte von Comparis, als Grund. «Während im Android-Bereich randlose Displays sehr populär wurden, hat sich am Design des iPhones über Jahre kaum etwas verändert. Apple-Nutzer warten nach wie vor auf eine echte Designinnovation», führt er weiter aus.

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Alle zwei Jahre ein neues Smartphone

Die Schweiz bleibt ein Smartphone-Land. 93 Prozent aller Schweizer besitzen ein solches Gerät. Damit liegt das Land im internationalen Vergleich in der Spitzengruppe. Fast die Hälfte der Nutzer kauft sich alle zwei Jahre ein neues Gerät.

    © Quelle und Grafik: Comparis

Dieser Rhythmus entspringe allerdings weniger einem echten Bedürfnis, sondern sei eher den Promotionen der Telekom-Anbieter geschuldet, meint Digital-Experte Frick. «Bei jeder Vertragsverlängerung subventionieren die Provider ein neues Gerät. Weil die meisten Verträge 24 Monate laufen, hat sich daraus ein Zweijahres-Rhythmus für die Beschaffung eines neuen Smartphones etabliert», lautet deshalb Fricks Fazit.