HP wächst im schrumpfenden PC-Markt weiter

Auch im dritten Quartal werden weltweit weniger PCs verkauft, wie die Analysten von Gartner prognostizieren. Bei HP steigen die Verkaufszahlen allerdings nach wie vor.

von Luca Perler 11.10.2017 16:32

Die weltweiten PC-Verkäufe werden auch im dritten Quartal dieses Jahres weiter schrumpfen, wie die Analysten von Gartner prognostizieren. Laut dem Marktforschungsunternehmen gehen in dieser Periode insgesamt etwas mehr als 67 Millionen Geräte über den Ladentisch. Im Vergleich zum selben Zeitraum des letzten Jahres entspricht dies einem Rückgang von 3,6 Prozent. Damit befindet sich der PC-Markt nun schon seit 12 Quartalen im stetigen Sinkflug.

An der Spitze des PC-Geschäfts stehen wie gewohnt HP und Lenovo. Im Gegensatz zu Lenovo vermochte HP seinen Marktanteil hingegen auszubauen. Im Vergleich zum dritten Quartal 2016 stieg der Marktanteil des amerikanischen Herstellers um 4,4 Prozent an. HP ist damit in den letzten fünf Quartalen stets gewachsen. Lenovo verzeichnete seinerseits einen Rückgang von 1,5 Prozent. Mit grossem Vorsprung auf Asus, Apple und Acer reiht sich Dell an dritter Stelle ein.

HP kann sich gegen Lenovo behaupten HP kann sich gegen Lenovo behaupten © Gartner

Gemäss Mika Kitagawa, Principal Analyst bei Gartner, gibt es allerdings auch Anzeichen dafür, dass sich der Markt in einigen Regionen stabilisieren wird – etwa in Europa, Japan, Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten. Schlecht auf die globalen Zahlen im dritten Quartal hätten sich sehr schwache Aktionen zum Schulanfang in den USA ausgewirkt. Im EMEA-Raum sind im dritten Quartal insgesamt rund 19 Millionen Geräte verkauft worden, was einem Rückgang von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Business-Segment stellten die Analysten dabei allerdings noch keine grossen Veränderungen durch Migrationen auf Windows 10 fest.

Berücksichtigt wurden bei der Auswertung die Verkaufszahlen von Desktop-PCs, Notebooks und sogenannten «Ultramobile Premiums» (Geräte, wie etwa das Microsoft Surface). Chromebooks oder iPads wurden nicht in die Auswertung miteinbezogen.