Google plant Adblocker im Chrome Browser

Angeblich will Google einen Adblocker in die Mobile- und Desktop-Version seines Chrome Browsers integrieren. Er soll vor allem die von der Coalition for Better Ads als störend definierte Werbeformate unterdrücken.

von Susanne Gillner 20.04.2017 16:20

Das Thema Adblocker gerät wieder in den Fokus, dieses Mal dank Google. Die Alphabet-Tochter will offenbar in ihrem populären Browser Chrome eine entsprechende Software zur Unterdrückung von Werbung integrieren. Wie das «Wall Street Journal» berichtet, sollen sowohl die Mobile-Version als auch die Desktop-Variante davon betroffen sein.

Das Feature soll standardmässig integriert sein, Nutzer könnten den Adblocker dann in Chrome einfach an- oder ausschalten. Eine Einschränkung gibt es jedoch: Geblockt werden sollen «nur» bestimmte Werbeformate. Dazu gehören die Formen, die die «Coalition für Better Ads» erst jüngst als nicht akzeptabel eingestuft hatte.

Coalition for better ads

Zu dieser Vereinigung schlossen sich im Herbst vergangenen Jahres namhafte Unternehmen, Agenturen und Verbände zusammen. Zum Verbund gehören Vermarkter wie Google und Facebook, Adtech-Dienstleister wie Appnexus, Branchenverbände wie der BVDW und die World Federation of Advertisers, Werbungtreibende wie Procter & Gamble und Unilever sowie Mediaagenturen wie GroupM oder die Omnicom Media Group.

Ihr gemeinsames Ziel: Mit besseren Werbeformaten das digitale Nutzererlebnis verbessern. Das wiederum soll in erster Linie durch das Erarbeiten neuer globaler Standards möglich werden. Die ersten 18 laut der Coalition nicht nutzerfreundlichen Formate präsentierte der Verbund erst vor wenigen Wochen.

Google selbst hat sich dazu bislang noch nicht geäussert, das «WSJ» mutmasst, dass eine Ankündigung in den nächsten Wochen erfolgt.