Dell investiert in das Internet der Dinge

Dell Technologies will sich künftig verstärkt auf das Internet der Dinge konzentrieren und gründet dafür einen eigenen Geschäftsbereich. Dieses Bestreben lässt sich das Unternehmen über die nächsten drei Jahre eine Milliarde US-Dollar kosten.

von Luca Perler 12.10.2017 11:00

An einem Presseevent in New York hat Dell Technologies seine neue IoT-Strategie vorgestellt, mit der das Unternehmen seine Bestrebungen in diesem Bereich bündeln will. Teil der neuen Strategie ist unter anderem die Gründung eines eigenen Geschäftsbereichs für das Internet der Dinge. Dieser soll sich mit der Entwicklung von IoT-Produkten und -Services für die gesamte Unternehmensfamilie von Dell Technologies befassen, wie das Unternehmen in einer Medienmitteilung schreibt. Zudem sollen darin intern entwickelte Technologien mit Angeboten aus dem Dell-Ökosystem kombiniert und als Komplettlösungen bereitgestellt werden.

Der IoT-Geschäftsbereicht steht unter der Leitung von VMwares Ray O'Farrell Der IoT-Geschäftsbereicht steht unter der Leitung von VMwares Ray O'Farrell © VMware

Geleitet wird der neue IoT-Geschäftsbereich laut Angaben des Unternehmens von Ray O'Farrell, dem CTO von VMware. «Der neue IoT-Geschäftsbereich wird die Stärken der gesamten Unternehmensfamilie von Dell Technologies nutzen, um sicherzustellen, dass wir – in Kombination mit unserem umfangreichen Partner-Ökosystem – die richtige Lösung für die Kundenbedürfnisse liefern und sie bei der Implementierung integrierter IT-Systeme unterstützen», wird O'Farrell in der Pressemitteilung zitiert.

Grosse Investitionen geplant

Neue IoT-Produkte, IoT-Labs, ein Partnerprogramm und Finanzierungsoptionen sollen die Kunden zudem dabei unterstützen, sich in einer komplexen und fragmentierten IT-Landschaft zurechtzufinden und ihre digitale Zukunft zu gestalten, wie Dell weiter schreibt. Vorgestellt hat der US-Hersteller am Event etwa bereits das Projekt Nautilus – diese Software ermögliche eine Erfassung und Abfrage von Datenströmen aus IoT-Gateways, die danach zur Analyse in Datei- und Objektspeichern archiviert werden können. Auch verbesserte der Hersteller die Dell EMC PowerEdge Server der C-Serie für das Batch-Training und maschinelle Lernen. Kunden könnten nun zudem auch die neu eingerichteten IoT-Labs nutzen und etwa diverse Advisory Services in Anspruch nehmen.

Die Fokussierung auf den IoT-Bereich lässt sich Dell etwas kosten. In den nächsten drei Jahren will das Unternehmen insgesamt eine Milliarde US-Dollar in Produkte, IoT-Labs oder Partnerprogramme investieren. Mit einem Teil dieser Gelder wolle Dell auch «vielversprechende Start-ups und Gründer» fördern. Dazu würden unter anderem FogHorn Systems, ein Entwickler von Edge-Device-Intelligence-Software für IoT-Lösungen, oder Graphcore, ein Entwickler von  optimierten Prozessoren zur Beschleunigung von Artificial-Intelligence-Lösungen, gehören, wie Dell Technologies abschliessend schreibt.