Meetings und Reports grösste Zeitfresser

Stundenlage Besprechungen und aufwändige Dokumentationen sind die grössten Zeitfresser in der Projektarbeit. Dabei bleibt die Kreativität auf der Strecke, ergab eine Umfrage.

von Mark Schröder 17.02.2017 08:00

Projektmitarbeiter in Unternehmen sind mit Zeitfressern wie aufwändigen Reportings und stundenlangen Meetings beschäftigt. Dabei bleibt für Kreativität kaum Raum, hat der Software-Hersteller Mindjet in einer Umfrage ermittelt. Befragt wurden 406 Firmenvertreter.

Jeder dritte Angestellte gab an, täglich bis zu einer Stunde durch Besprechungen blockiert zu sein; ein weiteres Viertel schätzt die mit Meetings verbrachte Zeit auf über zwei Stunden pro Tag. Darüber hinaus beklagen fast 40 Prozent der Projektmitarbeiter, jeden Tag eine Stunde oder mehr mit Reportings oder der Suche nach Informationen verbringen. Abhilfe in beiden Fällen versprechen sich die Mitarbeiter hauptsächlich durch Dokumenten-Management-Systeme, bessere Projektmanagement-Methoden und strukturelle Veränderungen in der Organisation. Bemerkenswert: In Online-Meetings wird nur von einer Minderheit das Potenzial gesehen, Zeitfresser besser in den Griff zu bekommen. Die Notwendigkeit der physischen Präsenz bei Meetings scheint nur die wenigsten zu stören.

Die meisten Projektmitarbeiter wünschen sich mehr Zeit für kreatives Problemlösen Die meisten Projektmitarbeiter wünschen sich mehr Zeit für kreatives Problemlösen © Mindjet

In der Projektarbeit hat Kreativität laut der Umfrage zwar einen hohen Stellenwert. Gemäss 56 Prozent gibt es in ihren Unternehmen spezielle Massnahmen, die die Kreativität fördern sollen. Die dabei mit Abstand am häufigsten verwendete Methode ist das Brainstorming. Die Hälfte (49 Prozent) denkt, dass es helfen würde, wenn die Projektmitglieder mehr Freiräume hätten.