100'000 IT-Angestellte in den USA verloren ihre Jobs

Von wegen Job-Sicherheit: In der US-ICT-Branche wurden letztes Jahr rund 20 Prozent mehr Leute entlassen als 2015. Hauptverantwortlich dafür sind die «Big Players», die sich neu aufstellen.

von Fabian Vogt 20.02.2017 15:50

96 017 Personen aus der US-IT-Branche verloren letztes Jahr ihren Job. Das geht aus einer Studie hervor, die dem Magazin «Fortune» vorliegt. Diese Zahl für sich alleine ist nicht besonders interessant. Aber der Anstieg um 21 Prozent gegenüber 2015 überrascht, wird doch auch in den USA immer wieder von Fachkräftemangel im ICT-Bereich gesprochen.

Für die Zunahme der Entlassungen bei Computer-, Elektronik- und Telekommunikationsunternehmen gibt es aber nachvollziehbare Gründe: Einen Anteil hatte laut Studie die Übernahme von EMC durch Dell. Seit dem Abschluss dieses 67-Milliarden-Dollar-Geschäfts soll Dell zwischen 2000 und 3000 Arbeitsplätzen abgebaut haben.

Auch andere Schwergewichte liessen Federn und bewiesen, dass sie fürs digitale Zeitalter wohl noch nicht so aufgestellt sind, wie erhofft.  Intel entlässt 12 000 Mitarbeiter, bei Cisco sind es es 5500. Auch bei HP, HPE und Microsoft wurden jeweils einige tausend Angestellte entlassen.

Der Stellenabbau wird weitergehen, warnen die Studien-Autoren. Während die Firmen ihren Fokus hin zu Cloud und Smartphones verschieben, wird die Zahl der Mitarbeiter runtergehen.