Swiss Leader: Raiffeisen über Rainbow und Avaloq

Für die Sonderausgabe «Swiss Leader» sprach Computerworld mit dem Raiffeisen Geschäftsleitungsvorsitzenden Patrik Gisel und dem IT-Departementsleiter Rolf Olmesdahl.

von Mark Schröder, Fabian Vogt 12.12.2016 13:00

Das «Rainbow»-Projekt ist eines der grössten Informatikvorhaben der Schweiz. Damit erneuert die Raiffeisen Gruppe als Nummer drei im Schweizer Finanzmarkt ihr Kernbankensystem. Über das Projekt, die Chancen und Herausforderungen durch die genossenschaftliche Organisation und monatliche Jogging-Meetings sprachen der Geschäftsleitungsvorsitzende Patrik Gisel und der IT-Departementsleiter Rolf Olmesdahl mit Computerworld. Hier ein Auszug aus dem Interview.

Rolf Olmesdahl (links) und Patrik Gisel von Raiffeisen gaben Auskunft zum Projekt «Rainbow» Rolf Olmesdahl (links) und Patrik Gisel von Raiffeisen gaben Auskunft zum Projekt «Rainbow» © Samuel Trümpy

Computerworld: Wie weit ist die Gemeinschaftsfirma Arizon mit der Ablösung des Kernbankensystems? Konkret: Sind Sie im nächsten Sommer migriert?

Rolf Olmesdahl: Wir haben Mitte des letzten Jahres einen Programmplan für Rainbow erstellt. Unser Ziel ist unverändert, dass das neue Kernbankensystem am 1. Januar 2018 in allen Raiffeisenbanken läuft.

Computerworld: Zu Avaloq gibt es aktuell nicht nur positive Nachrichten. Was würde im Fall eines Konkurses von Avaloq geschehen?

Patrik Gisel: Wir sind im engen Austausch mit den Kollegen von Avaloq und möchten die Gerüchte, die im Moment kolportiert werden, nicht kommentieren. Nur so viel: Avaloq hat 150 Kunden und erzielt einen soliden Gewinn. Von Liquiditätsproblemen ist uns nichts bekannt. Aber selbst wenn es zum Beispiel kurzfristig Liquiditätsprobleme geben sollte, würden diese Kunden sicherlich nicht tatenlos zusehen, sollte Avaloq in Schwierigkeiten geraten.

Computerworld: Man müsste sie retten?

Patrik Gisel: Das würde man sicher tun, ja. Aber ich möchte an dieser Stelle nochmals wiederholen, dass wir absolut keine Indikationen haben, dass sich Avaloq in einer kritischen Situation befindet. Das Unternehmen wächst aktuell stark. Fehlen in einer Wachstumsphase die entsprechenden Einnahmen – das war übrigens bei Apple oder Microsoft nicht anders –, gibt es ein Problem, das Wachstum zu finanzieren. Gemäss den Informationen, über die wir verfügen, ist Avaloq – auch in der jetzigen Phase des Wachstums – stabil. Die Gerüchte lassen uns kalt. 

Das vollständige Interview, Gespräche mit Mobility-CEO Patrick Marti über IoT und fliegende Autos, mit Silicon-Valley-Entrepreneur Alain Chuard sowie KI-Papst Jürgen Schmidhuber lesen Sie in der neuen Computerworld-Sonderausgabe «Swiss Leader». Das Heft können Sie per sofort per Mausklick bestellen.