Windows 10: Support-Ende betrifft mehrere Geräte

Microsoft hat seine Support-Regeln für Windows 10 geändert. Diese beschränken sich allerdings nicht nur auf ältere Atom-CPUs.

von Simon Gröflin 25.07.2017 07:07

Letzte Woche wurde unter anderem bekannt, dass Intel keine Treiber mehr für die Atom-Clover-Trail-Familie bereitstellen kann. Die aus dem Jahr 2012 stammende Chipreihe war vor allem in Tablets und 2-in-1-Geräten wie dem HP Envy X2 präsent. Dabei handelt es sich vor allem um mobile Rechner, die noch mit Windows 8.1 ausgeliefert wurden. Geräte mit der älteren Atom-Generation wie Z2520, Z2560, Z2580 und Z2760 werden sich nur noch auf das Anniversary Update aktualisieren lassen; Security-Updates will Microsoft aber weiterhin bis zum Januar 2023 ausliefern.

Einmal Windows 10, nicht immer Windows 10?

Microsoft hat aber auch so nebenbei die Richtlinien der Support-Policy geändert. Wie unter anderem PCWorld berichtete, bestätigten die Redmonder am letzten Mittwoch, dass jegliche Hardware ausserhalb der herstellerseitigen Treiberunterstützung nicht mehr für Windows-10-Funktions-Updates vorgesehen sei.

2-in-1-Notebooks oder Tablets mit Atom-Clover-Trail-Chips erhalten nur noch das Anniversary Update 2-in-1-Notebooks oder Tablets mit Atom-Clover-Trail-Chips erhalten nur noch das Anniversary Update © Screenshot: pd

In einem Statement wird Microsoft zitiert: «Wenn ein Hardware-Partner ein bestimmtes Gerät oder eine seiner Hauptkomponenten nicht mehr unterstützt respektive keine Treiber- oder Firmware-Updates und Patches mehr bereitstellt, kann es sein, dass das Gerät nicht mehr in der Lage ist, ein Windows-10-Update ordnungsgemäss auszuführen.» So habe man nun die Support-Zyklen angepasst, zumal nur noch unter der entsprechenden Kombination aus Hardware, Treibern und Firmware ein «optimales Windows-10-Erlebnis» garantiert sei.
Somit beschränken sich die neuen Regeln von Microsoft nicht nur auf CPUs. Auch veraltete Komponenten wie Netzwerkcontroller oder nicht mehr existierende Chipsatz-Treiber würden demnach dazu führen, dass man ein älteres Notebook nicht mehr mit den neusten Windows-10-Feature-Updates nachrüsten kann.

Es besteht aber noch Hoffnung. Angeblich arbeite Microsoft laut der PC-Zeitschrift PCWorldderzeit mit den Chip-Herstellern aktiv an einer Lösung, um auch den Support älterer Hardware-Komponenten weiterhin aufrechtzuerhalten.

Tipp: Welche Schritte Sie vor und nach einer Installation bei Windows 10 beachten sollten, erfahren Sie in unserem Archivartikel «Windows 10: alles zur Installation». Alles, was Sie im Moment über Windows 10 wissen sollten, lesen Sie in diesem Beitrag.

Windows 10 Creators Update im Detail