SBB zahlen knapp 200 Millionen für Softwareberatung

Die SBB haben sich vier strategische Partner gesucht, um mit ihnen im Bereich IT-Entwicklung zusammenzuarbeiten.

von Fabian Vogt 09.04.2014 00:34

Elca Informatik, Zühle Engineering, Fincons Group und T-Systems Schweiz. Diese 4 Unternehmen dürfen die SBB in den nächsten maximal 5 Jahren bei Softwareprojekten beraten und Dienstleistungen für die Bundesbahnen erbringen.

Dies ist das Ergebnis einer öffentlichen Ausschreibung, mittels welcher sich die SBB strategische IT-Partner suchten. Die Anforderungen waren unter anderem:

  • Die SBB Informatik mit kompetenten Mitarbeitern in den definierten Swiss ICT-Rollen Software-Ingenieur, ICT-Architekt, Projektleiter, Business-Analyst und Applikationsmanager unterstützen können
  • Fundiertes Knowhow und Erfahrung bei Schnittstellenintegration (SAP und NonSAP) besitzen
  • Eigene Leistungen als Werk anbieten und fähig sein, dies vor Ort und von einem Shoring-Standort aus tun zu können

Bei der Evaluation wurde die Qualität mit 55 Prozent, der Preis mit 30 Prozent und «kommerzielle und juristische Vertragsbedingungen» mit 15 Prozent gewichtet. Die SBB gehen davon aus, dass die geforderten Leistungen pro Partner und Jahr 52 760 Arbeitsstunden in Anspruch nehmen werden. Die Leistungen werden je nach Bedarf als Personalverleih, als Auftrag oder als Werk abgerufen.

Mit jedem Partner wurde der gleiche Vertrag abgeschlossen, jeder hat einen Wert zwischen 37 und 48 Millionen Franken. Die SBB behalten sich zudem das Recht vor, neue gleichartige Verträge freihändig zu vergeben. Welche Unternehmen bei der Auftragsvergabe unterlagen, wollten die SBB auf Anfrage der Computerworld nicht verraten.